Hitze zwingt Veranstalter zu Änderungen: Rad- und Laufstrecke werden verkürzt
Frankfurt stellt sich auf einen besonderen Ironman-Renntag ein: Wegen der erwarteten hohen Temperaturen am Sonntag, 28. Juni, wird der Wettkampf der Mainova IRONMAN European Championship angepasst. Der Veranstalter IRONMAN Germany GmbH, die Stadt Frankfurt, Feuerwehr, Rettungsdienste und weitere beteiligte Stellen haben die Wetterentwicklung eng verfolgt und Maßnahmen zum Schutz von Athletinnen und Athleten, Zuschauenden sowie Einsatzkräften angepasst.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Teilnehmer des Ironman sollen nun verkürzte Strecken fahren und laufen müssen. Foto: MAXLOK MEDIA
Die größte Änderung betrifft die Wettkampfdistanzen. Die Laufstrecke wird auf die Halbmarathondistanz von 21,1 Kilometern verkürzt. Auch die Radstrecke wird reduziert: Statt der ursprünglich vorgesehenen 180 Kilometer fahren die Teilnehmenden eine 125 Kilometer lange Strecke. Die Schwimmdistanz bleibt unverändert bei 3,8 Kilometern.
Sprinklerduschen und Eiswasser
Mit den Anpassungen soll vor allem die gesundheitliche Belastung durch die erwartete Hitze reduziert werden. Der Veranstalter hat zusätzliche Maßnahmen entlang der Strecke angekündigt. Dazu gehören weitere Kühlmöglichkeiten wie Sprinklerduschen, Eiswasser, Eiswürfel und Kühlschwämme. Außerdem werden die Verpflegungsstationen mit mehr Wasser und Elektrolyten ausgestattet. Die Laufstrecke wurde zudem so angepasst, dass möglichst mehr schattige Bereiche genutzt werden können.
Auch die medizinische Betreuung wird verstärkt. Die Verantwortlichen beobachten die Wetterlage bis zum Veranstaltungstag und während des Rennens kontinuierlich. Sollten weitere Maßnahmen notwendig werden, sollen diese gemeinsam mit den zuständigen Stellen bewertet und umgesetzt werden.
Schutz auch für Zuschauer
Die Stadt Frankfurt appelliert an alle Beteiligten, die Hitzeschutzempfehlungen ernst zu nehmen. Athletinnen und Athleten sollen ihre Belastungsgrenzen realistisch einschätzen, ausreichend trinken und die Hinweise des Veranstalters beachten. Zuschauerinnen und Zuschauer werden gebeten, sich möglichst im Schatten aufzuhalten, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen sowie Sonnenschutz und geeignete Kleidung zu nutzen.
Der Ironman Frankfurt gehört seit mehr als 20 Jahren zu den festen Sportereignissen der Stadt. Zahlreiche Profi- und Altersklassen-Athleten bereiten sich über Monate oder Jahre auf den Wettkampf vor. Als Europameisterschaftsrennen bietet die Veranstaltung zudem die Möglichkeit, sich für die traditionelle IRONMAN-Weltmeisterschaft auf Hawaii zu qualifizieren. Die Austragung im Sommer ist deshalb fester Bestandteil des internationalen Rennkalenders.
Umgang mit der Hitze
Das Gesundheitsamt Frankfurt weist angesichts der erwarteten Temperaturen außerdem auf allgemeine Regeln zum Umgang mit Hitze hin. Dazu gehören regelmäßiges Trinken, der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und ausreichend Pausen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen.
Warnzeichen wie Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit oder starke Schwäche können auf eine Hitzeerschöpfung hindeuten. Betroffene sollten in den Schatten gebracht, gekühlt und mit Flüssigkeit versorgt werden. Bei Verdacht auf einen Hitzschlag – etwa bei sehr hoher Körpertemperatur, heißer trockener Haut oder Bewusstseinsstörungen – gilt: sofort den Notruf 112 wählen.
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MAXLOK-Fakten
- Wettkampf angepasst: Wegen der erwarteten Hitze wird die Radstrecke von 180 auf 125 Kilometer und die Laufstrecke auf 21,1 Kilometer verkürzt. Die Schwimmdistanz bleibt bei 3,8 Kilometern.
- Mehr Hitzeschutz entlang der Strecke: Zusätzliche Kühlstationen, mehr Wasser und Elektrolyte sowie schattigere Streckenabschnitte sollen die Belastung reduzieren.
- Verstärkte medizinische Vorbereitung: Feuerwehr, Rettungsdienste, Stadt und Veranstalter stehen im Austausch und beobachten die Wetterlage laufend.
- Appell an Teilnehmer und Besucher: Ausreichend trinken, Sonnenschutz nutzen, Pausen einlegen und Warnzeichen von Überhitzung ernst nehmen.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt;