Nach Übergangslösung: Stadt will neue Schlafplätze für Wohnungslose schaffen
INNENSTADT - Die provisorische Zeltunterkunft für obdachlose Menschen in der Bockenheimer Anlage soll bereits in den kommenden Wochen wieder verschwinden. Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, sollen die dort untergebrachten Menschen stattdessen in bis zu vier festen Unterkünften untergebracht werden. Die Gespräche mit den Trägern der Einrichtungen stünden kurz vor dem Abschluss. Sobald die ersten Schlafplätze zur Verfügung stehen, soll der Rückbau der Zelte schrittweise beginnen. Geplant ist dies ab August.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Das in der Bockenheimer Anlage errichtete Zeltlager soll nur eine Übergangslösung bleiben. Foto: Feuerwehr Frankfurt
Die Zeltunterkunft war erst vor rund drei Wochen innerhalb weniger Stunden errichtet worden. Hintergrund war die überraschende Schließung der Notschlafstelle in der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor. Um zu verhindern, dass die dort untergebrachten Menschen ohne geschützten Schlafplatz bleiben, hatte die Stadt kurzfristig die Übergangslösung in der Bockenheimer Anlage geschaffen.
Verlegung in feste Gebäude
Die Unterbringung in Zelten war jedoch von Beginn an nur als befristete Notmaßnahme vorgesehen. Mit den neuen Unterkünften soll die Versorgung obdachloser Menschen nun wieder in festen Gebäuden erfolgen. Nach Angaben der Stadt werden die bisherigen Bewohner der Zeltanlage nach und nach in die neuen Einrichtungen wechseln.
Die kurzfristige Schließung der Unterkunft am Eschenheimer Tor hatte in den vergangenen Wochen eine Debatte über die Notversorgung wohnungsloser Menschen in Frankfurt ausgelöst. Sozialverbände hatten die schnelle Reaktion der Stadt zwar begrüßt, zugleich aber auf die Bedeutung dauerhaft verfügbarer und wettergeschützter Übernachtungsplätze hingewiesen. Mit der geplanten Verlagerung in feste Unterkünfte endet nun die vorübergehende Zeltlösung in der Innenstadt.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt,