Kunstwerk wird zum Vogelfang

18.08.2026
MAXLOK-Redaktion


Krähe verfängt sich im Netz über der Konstablerwache

FRANKFURT - Das umstrittene Kunstwerk „A Sky Full of Hope“ an der Konstablerwache sorgt erneut für Aufmerksamkeit. Nachdem zunächst vor allem über die Kosten der Installation gestritten worden war, steht nun die Sicherheit für Vögel im Mittelpunkt. Am Dienstagmorgen hatte sich eine Krähe in der Netzskulptur der US-Künstlerin Janet Echelman verfangen.

Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Das über der Konstablerwache aufgespannte Netz-Kunstwerk. Künstlerin Janet Echelman erklärte in einem Social Media Post, dass das Netz so konstruiert sei, dass für Vögel eine geringe Gefahr bestünde. Foto: MAXLOK MEDIA
 
Die Feuerwehr rückte mit einer Drehleiter an und befreite das Tier aus dem Netz. Anschließend wurde die Krähe in eine Tierklinik gebracht. Nach Angaben der Stadt blieb sie unverletzt und konnte noch am selben Tag wieder freigelassen werden.
 

Stadt will Konsequenzen prüfen

Der Vorfall kommt überraschend. Echelman hatte erst am Montag auf die aus ihrer Sicht geringe Gefahr ihrer Installationen für Vögel hingewiesen. Die Netze bestünden aus dickeren Seilen und hätten größere Öffnungen als Netze, mit denen Vögel gefangen werden. Vergleichbare Arbeiten der Künstlerin waren unter anderem bereits in Dubai, Madrid, Mailand und Wien zu sehen.
 
Auch die Stadt Frankfurt hatte bislang kein besonderes Risiko gesehen. Der Vorfall widerspreche den bisherigen fachlichen Einschätzungen, erklärte sie zu dem Vorfall in einem Social Media Post. Die Situation werde analysiert. Dabei solle geprüft werden, ob Konsequenzen notwendig seien und die Sicherheit der Installation neu bewertet werden müsse. Ob Änderungen am Kunstwerk geplant sind, blieb zunächst offen.
 
„A Sky Full of Hope“ war erst vor einer Woche offiziell eröffnet worden. Die Installation kostete nach Angaben von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) rund 2,3 Millionen Euro aus Mitteln des Stadtmarketings. Das Netz soll drei Jahre über der Konstablerwache hängen, allerdings jeweils von November bis Februar aus Sicherheitsgründen abgebaut werden.
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