Energieversorger gibt gestiegene Kosten an Verbraucher weiter
FRANKFURT - Die Mainova erhöht die Preise für Fernwärme im Tarif „Wärme Classic“ turnusgemäß zum Donnerstag, 1. Oktober. Das Unternehmen begründet die Anpassung mit Entwicklungen an den Energiemärkten, unter anderem mit gestiegenen Gas- und Kohlenstoffdioxid-Preisen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten. Nach Angaben von Mainova liegt die Preisanpassung im Durchschnitt bei rund 4,9 Prozent. Grundlage seien die in den Verträgen festgelegten Preisformeln.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): In der Mainova-Zentrale an der Solmsstraße wird auf die veränderten Rahmenbedingungen des Energiemarktes reagiert. Foto: Mainova AG
Wie stark sich die Änderung im Einzelfall auswirkt, hänge vom Verbrauch und von der angeschlossenen Leistung ab. Für ein typisches Einfamilienhaus mit einem jährlichen Wärmeverbrauch von 18.000 Kilowattstunden (kWh) und einer angeschlossenen Leistung von 10 Kilowatt (kW) beziffert Mainova den Anstieg auf rund 136,85 Euro brutto pro Jahr – das entspricht etwa 11,40 Euro im Monat. In einem großen Mehrfamilienhaus mit 30 Wohneinheiten, 160 kW angeschlossener Leistung und einem jährlichen Wärmeverbrauch von 288.000 kWh sollen die Kosten je Wohneinheit im Schnitt um rund 74,85 Euro brutto pro Jahr steigen (etwa 6,24 Euro im Monat).
Weiter unter dem bundesweiten Durchschnitt
Das Unternehmen verweist darauf, dass die Preise die tatsächlichen Kosten für Erzeugung und Verteilung der Fernwärme abbilden und dabei auch Lohn- und Investitionskosten berücksichtigen. Gleichzeitig sollen niedrigere CO₂-Kosten durch den Kohleausstieg den Preisanstieg dämpfen. Mainova betont zudem, im Preisvergleich weiterhin unter dem bundesweiten Durchschnitt zu liegen.
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Quelle: Mainova AG; Presse- und Informationsamt Frankfurt;