Milliardenprojekt pünktlich abgeschlossen: Fraport eröffnet Terminal 3 feierlich

23.04.2026
Von Bernd Günther


FRANKFURT - Um 5.25 Uhr am frühen Donnerstagmorgen (23. April) ist die erste Maschine am neuen Terminal 3 des Flughafen Frankfurt angekommen. Der Flug CZ8021 der China Southern Airlines kam aus Shenyang und wurde auf der Position J3 abgefertigt, meldet die Fraport AG. Nach Angaben des Flughafenbetreibers sind  für den ersten Betriebstag des neuen Terminals je zwölf Ankünfte und Abflüge mit rund 6.000 Passagieren geplant.

Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Blick ins neue Terminal, das am Mittwoch (22. April) feierlich eröffnet wurde. Foto: Fraport AG

Mit einem Festakt und mehr als 400 geladenen Gästen hat die Fraport AG am Mittwoch ihr neues Terminal 3 am Flughafen Frankfurt offiziell eröffnet. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Luftfahrtbranche würdigten das Projekt als Meilenstein für den Standort. Unter den Ehrengästen waren unter anderem Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sowie Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef.
 
 


Ansicht oben: Stefan Schulte, Vorsitzender des Fraport-Vorstands hob in seiner Rede hervor, dass das Terminal 3 ein Beispiel dafür ist, dass in Deutschland noch anspruchsvolle Bauprojekte fristgerecht und entsprechend geplanter Kosten realisiert werden könnten. Foto: Fraport AG

 
Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte bezeichnete die Eröffnung als „besonderen Tag" für Unternehmen und Region. Mit Terminal 3 gehe eines der modernsten Terminals Europas in Betrieb, das die langfristige Entwicklung des Flughafens sichern solle. Auch Ministerpräsident Rhein hob die Bedeutung des Projekts hervor und sprach von einem Beleg für die Leistungsfähigkeit deutscher Infrastrukturplanung. Das rund vier Milliarden Euro teure Bauvorhaben gilt als größtes privat finanziertes Infrastrukturprojekt Europas.

Oberbürgermeister Mike Josef fordert weiteren Dialog mit Bevölkerung

Oberbürgermeister Josef betonte neben den wirtschaftlichen Chancen auch die Herausforderungen für die Region. Die Erweiterung stehe für internationale Vernetzung und Wachstum, erfordere jedoch weiterhin einen intensiven Dialog mit der Bevölkerung – insbesondere in Fragen von Fluglärm und Umweltbelastung.
 
Die Eröffnung wurde mit einer Lichtshow und künstlerischen Darbietungen im zentralen Bereich des Terminals inszeniert. Mit den Worten „Terminal 3 is ready for Check-in" endete das offizielle Programm.
 
 
 
 


Ansicht oben: Überflieger mit Bodenhaftung (v.r.): Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG,  unterhält sich angeregt mit Prof. Christoph Mäckler, verantwortlicher Architekt des neuen Abfertigungsterminals, Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef und die frühere Oberbürgermeisterin Petra Roth. Foto: Fraport AG 

 

Schrittweise ziehen 57 Fluggesellschaften ein

Insgesamt 57 Fluggesellschaften ziehen schrittweise vom bisherigen Terminal 2 um. Der Übergang erfolgt in vier Phasen und soll bis Anfang Juni abgeschlossen sein. Perspektivisch wird auch die Fluggesellschaft Condor ab Sommer 2027 in das neue Terminal wechseln.

Passagiere erwartet ein modernes Abfertigungskonzept mit automatisierter Gepäckaufgabe, CT-Scannern an den Sicherheitskontrollen sowie kurzen Wegen. Ergänzt wird das Angebot durch 64 Geschäfte und Restaurants. Architektonisch zeichnet sich der Neubau durch eine klare, zeitlose Gestaltung aus, verantwortet vom Architekten Christoph Mäckler.

Der Bau des Terminals begann im Oktober 2015. In Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 3000 Fachkräfte gleichzeitig an dem Projekt. In der ersten Ausbaustufe können jährlich bis zu 19 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Eine Erweiterung auf bis zu 25 Millionen Reisende ist bereits geplant.

Mit der Inbetriebnahme von Terminal 3 stärkt Frankfurt seine Rolle als internationales Luftverkehrsdrehkreuz und setzt zugleich ein Signal für die Zukunftsfähigkeit großer Infrastrukturprojekte in Deutschland

 

MAXLOK-Fakten

  • Terminal 3 am Flughafen Frankfurt wurde nach rund zehn Jahren Bauzeit feierlich eröffnet.
  • Das Projekt kostete etwa vier Milliarden Euro und gilt als größtes privat finanziertes Infrastrukturvorhaben Europas.
  • Der Betrieb startet am 23. April, 57 Fluggesellschaften ziehen schrittweise vom Terminal 2 um.
  • Das Terminal bietet moderne Technik, hohe Kapazitäten und soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig sichern.

----------- 

Quellen: Flughafenbetreiber Fraport AG, Stadt Frankfurt