Hilgenfeld wächst weiter: 860 Wohnungen für den Norden

19.06.2026
MAXLOK-Redaktion


Frankfurts erstes Klimaschutzquartier am Frankfurter Berg nimmt Gestalt an

FRANKFURTER BERG - Das neue Wohnquartier Hilgenfeld am Frankfurter Berg nimmt weiter Gestalt an. Die Stadt Frankfurt hat nun weitere Fördermittel für den Bau von 29 geförderten Mietwohnungen bewilligt. Die Wohnungen entstehen im Rahmen eines Bauabschnitts mit insgesamt 71 Wohneinheiten, den die ABG Frankfurt Holding realisiert. Das Vorhaben ist Teil des insgesamt rund 17,7 Hektar großen Klimaschutzquartiers Hilgenfeld, in dem künftig etwa 860 Wohnungen für rund 2.500 Menschen entstehen sollen.

Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Könnte schön werden - im Klimaschutzquartier am Frankfurter Berg werden rund 860 Wohnungen errichtet, davon sollen rund 40 Prozent geförderter Wohnraum sein. Animation: ABG/AS+P

Die nun geförderten Wohnungen verteilen sich auf fünf Mehrfamilienhäuser. Zwölf Wohnungen werden im sogenannten Förderweg 1 für Haushalte mit geringem Einkommen errichtet, weitere 17 Wohnungen im Förderweg 2 für Haushalte mit mittleren Einkommen. Die Einstiegsmiete beträgt im Förderweg 1 sieben Euro pro Quadratmeter monatlich zuzüglich Betriebskosten. Im Förderweg 2 liegen die Mieten je nach Einkommensstufe zwischen zehn und zwölf Euro pro Quadratmeter.
 
Planungsdezernent Marcus Gwechenberger bezeichnete die Förderung als wichtigen Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums im Frankfurter Norden. Insgesamt sollen im Hilgenfeld rund 40 Prozent der Wohnungen gefördert werden. Damit übertrifft das Quartier die Vorgaben des Frankfurter Baulandbeschlusses, der eine Quote von 30 Prozent für geförderten Wohnungsbau vorsieht. Die übrigen Wohnungen werden als Mietwohnungen durch die ABG angeboten.
 

Klimafreundliche Energieversorgung

Auch die ABG sieht die öffentlichen Förderprogramme als wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts. Nach Angaben des Unternehmens ermöglichen die Zuschüsse und Darlehen von Stadt und Land Investitionen in hohe energetische Standards und eine klimafreundliche Energieversorgung.
 
Die Entwicklung des neuen Stadtquartiers schreitet nach Angaben der Stadt planmäßig voran. In den vergangenen Jahren wurden die Erschließungsarbeiten für das Areal weitgehend abgeschlossen. Dazu zählen der Ausbau der Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur sowie Schallschutzmaßnahmen entlang der benachbarten Bahntrasse. Parallel dazu haben bereits erste Rohbauarbeiten begonnen.
 
Ein zentrales Merkmal des Projekts ist das Energiekonzept. Die Geothermiebohrungen für die künftige Versorgung des Quartiers sind bereits abgeschlossen. Strom und Wärme sollen künftig weitgehend vor Ort aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Vorgesehen ist eine Kombination aus Geothermie, Photovoltaik und Wärmepumpen. Nach Angaben der Stadt entsteht damit eines der größten Klimaschutzquartiere Deutschlands.
 

Auch gewerbliche Infrastruktur

Neben Wohnraum umfasst die Planung auch soziale und gewerbliche Infrastruktur. Vorgesehen sind Kindertagesstätten, Grün- und Freiflächen sowie Angebote aus Gastronomie und Gewerbe. Die nahegelegene S-Bahn-Station Frankfurter Berg soll für eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sorgen.
 
Besonderes Augenmerk liegt auf der sozialen Mischung im Quartier. Rund 15 Prozent der Flächen sind für gemeinschaftliche Wohnprojekte reserviert. Dazu gehören unter anderem Wohnangebote für Auszubildende, Studierende, Menschen mit Behinderungen, Familien und Senioren. So plant die Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung gemeinsam mit der Wohnrauminitiative FrankfurtRheinMain geförderten Wohnraum für 42 Auszubildende. Der Verein „Freunde fürs Leben" will zudem ein inklusives Wohnprojekt mit geförderten Wohnungen und Gemeinschaftsräumen für die Nachbarschaft realisieren.
 
Mit den nun bewilligten Fördermitteln setzt die Stadt ihren Kurs fort, den Bau bezahlbarer Wohnungen mit ambitionierten Klima- und Nachhaltigkeitszielen zu verbinden. Das Hilgenfeld gilt dabei als Modellprojekt für die zukünftige Stadtentwicklung in Frankfurt.
 

MAXLOK-Fakten

  • Weitere Förderung bewilligt: Die Stadt Frankfurt unterstützt den Bau von 29 geförderten Wohnungen in einem Bauabschnitt mit insgesamt 71 Wohneinheiten.
  • Großprojekt Hilgenfeld: Im neuen Quartier am Frankfurter Berg entstehen insgesamt rund 860 Wohnungen für etwa 2500 Menschen.
  • Klimaschutzquartier: Energieversorgung durch Geothermie, Photovoltaik und Wärmepumpen – Strom und Wärme sollen weitgehend aus erneuerbaren Quellen vor Ort erzeugt werden.
  • Soziale Mischung: Rund 40 Prozent der Wohnungen werden gefördert, zusätzlich sind gemeinschaftliche und inklusive Wohnprojekte sowie Wohnraum für Auszubildende geplant.
 

MAXLOK-Service

  • Förderweg 1 (12 Wohnungen)
  • Für Haushalte mit geringem Einkommen
  • Einstiegsmiete: 7 Euro/m² monatlich zzgl. Betriebskosten
  • Förderweg 2 (17 Wohnungen)
  • Für Haushalte mit mittlerem Einkommen
  • Einstiegsmieten:
  • Einkommensstufe 1: 10 Euro/m²
  • Einkommensstufe 2: 11 Euro/m²
  • Einkommensstufe 3: 12 Euro/m²
  • jeweils zzgl. Betriebskosten
  • Besondere Merkmale
  • Erstes Klimaschutzquartier Frankfurts
  • Energieversorgung über Geothermie, Photovoltaik und Wärmepumpen
  • Kitas, Grünflächen, Gastronomie und Gewerbe geplant
  • S-Bahn-Anschluss über Station Frankfurter Berg
  • Wohnprojekte für Auszubildende, Studierende, Familien, Senioren und Menschen mit Behinderungen vorgesehen.

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Quellen: Presse- und Informationsamt Frankfurt;  ABG Frankfurt Holding