Frankfurts neuer Himmel aus Licht und Gewebe

26.06.2026
MAXLOK-Redaktion


Monumentale Netzskulptur verwandelt die Konstablerwache
 
Frankfurt bekommt ein neues Wahrzeichen für die Innenstadt: An der Konstablerwache beginnt Ende Juni der Bau der monumentalen Netzskulptur „A Sky Full of Hope" der US-amerikanischen Künstlerin Janet Echelman. Das Kunstwerk entsteht im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 und soll den bislang stark frequentierten, aber oft als wenig einladend wahrgenommenen Platz für drei Jahre in einen neuen Aufenthalts- und Begegnungsort verwandeln.
 
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Leuchtkörper - die geplante Installation von Janet Echelmann. Visualisierung: Atelier Markgraph
 
Die Arbeiten starten am Montag, 29. Juni. Für die Installation werden vier große Stahlpylonen an den Ecken der Konstablerwache verankert. Die bis zu 17,25 Meter hohe Konstruktion trägt später ein großflächiges, schwebendes Netzgewebe, das nachts durch Lichtinszenierungen und Klang begleitet wird.
 
Kulturdezernentin Ina Hartwig sieht in dem Projekt eine besondere Chance für die Frankfurter Innenstadt. Die Installation verändere die Wahrnehmung des Platzes und setze ein Zeichen für eine kreative und offene Stadt. Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst betont zudem die Bedeutung für Handel, Gastronomie und Tourismus: Die Verbindung von Kunst, Design und öffentlichem Raum solle die Attraktivität der Innenstadt langfristig stärken.
 

Wochenmarkt wird verlegt

Für die Bauphase muss der Erzeugermarkt der Konstablerwache vorübergehend weichen. Der Markt findet dort noch bis einschließlich Samstag, 27. Juni, statt. Im gesamten Juli werden die Stände auf die Hauptwache und den Roßmarkt verlegt. Die Stadt erlässt den Marktleuten für diesen Zeitraum die Standmiete als Ausgleich.
 
Ab Samstag, 1. August, kehrt der Wochenmarkt an seinen angestammten Platz zurück – dann bereits unterhalb der neuen Netzskulptur. Die Stadt bedankt sich bei den Beschickerinnen und Beschickern für ihre Unterstützung und ihre Bereitschaft, die Einschränkungen während der Bauzeit mitzutragen.
 

Aufbau wird öffentlich begleitet

Die Entstehung des Kunstwerks ist auch technisch ein besonderes Projekt. Die Stahlpylonen werden vom 15. bis 18. Juli errichtet. Die Montage des eigentlichen Netzwerks ist für den 27. und 28. Juli vorgesehen. Das erste offizielle Einleuchten der Installation ist am Freitag, 7. August, geplant.
 
Die feierliche Eröffnung findet am Dienstag, 11. August, statt. Oberbürgermeister Mike Josef wird das Kunstwerk offiziell eröffnen. An diesem Abend soll sich die Konstablerwache erstmals vollständig als illuminierte Freiluft-Inszenierung präsentieren. Liegestühle und Aufenthaltsbereiche sollen Besucherinnen und Besucher dazu einladen, den Blick auf die schwebende Skulptur zu richten.
 
Die Inszenierung erzählt eine Entwicklung in mehreren Phasen: Ein Lichtimpuls lässt das Kunstwerk zunächst erwachen, anschließend bewegen sich Lichtwellen durch das Netz. Zusammen mit Musik und räumlichen Klängen entsteht der Eindruck eines lebendigen Organismus, bevor die Installation in voller Farbigkeit erstrahlt.
 

Voraussichtlich bis Sommer 2029

„A Sky Full of Hope" bleibt voraussichtlich bis Sommer 2029 auf der Konstablerwache. Janet Echelman, geboren 1966 in Florida, ist international für ihre großformatigen, schwebenden Netzskulpturen bekannt. Ihre Arbeiten verbinden traditionelle Handwerkstechniken mit moderner Technologie und sind unter anderem in Städten wie New York, London, Sydney und Dubai entstanden.
 

MAXLOK-Fakten

  • Baubeginn: Die Arbeiten für „A Sky Full of Hope" starten am Montag, 29. Juni 2026, auf der Konstablerwache.
  • Temporäre Marktverlegung: Der Erzeugermarkt zieht im Juli zur Hauptwache und zum Roßmarkt um und kehrt am 1. August zurück.
  • Eröffnung: Die offizielle Eröffnung der illuminierten Netzskulptur findet am Dienstag, 11. August 2026, statt.
  • Dauer und Ziel: Das Kunstwerk bleibt bis voraussichtlich Sommer 2029 bestehen und soll die Innenstadt nachhaltig aufwerten.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt