RIEDBERG - In einer gemeinsamen Aktion des Umweltdezernats und der AG Stadtgrün des Klimaentscheids Frankfurt sind im Bonifatiuspark im Stadtteil Riedberg weitere Areale entsiegelt worden. Das Entfernen befestigter Böden wie Asphalt oder Pflaster, um Flächen zu begrünen, sei ökologisch und städtebaulich sinnvoll – und trägt unmittelbar zur Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung bei, schreibt das Umweltdezernat. Mit Beginn des Frühlings setzt die Stadt diesen Weg konsequent fort und entsiegelt weitere Flächen im Bonifatiuspark am Riedberg.
Ansicht oben: Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodriguez im Kleinbagger beim Entfernen von Pflastersteinen. Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Georg
Insgesamt werden rund 90 Quadratmeter Fläche umgestaltet. Was auf den ersten Blick überschaubar wirkt, soll im Zusammenspiel mit vielen weiteren Maßnahmen im Stadtgebiet eine große Wirkung entfalten: Jede entsiegelte Fläche verbessere das Stadtklima, fördere die Biodiversität und helfe, Hitzeinseln zu reduzieren, so das Dezernat.
Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, hat die Arbeiten am Samstag (21. März) im Bonifatiuspark zum Anlass genommen, um zugleich für eine erneute Teilnahme Frankfurts an dem bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern" zu werben
„Frankfurt hat 2025 beim Wettbewerb den ersten Platz unter den Großstädten über 100.000 Einwohner:innen erreicht – das ist ein starkes Signal für unser Engagement. Diesen Weg wollen wir weitergehen und im besten Fall den Titel verteidigen. Jede entsiegelte Fläche bedeutet spürbar mehr Lebensqualität, Abkühlung an heißen Tagen und eine Stadt, die auch in Zeiten der Klimakrise lebenswert bleibt", sagte Zapf-Rodríguez.
Bettina Metzler von der AG Stadtgrün des Klimaentscheids ergänzt: „Der Wettbewerb ‚Abpflastern‘ hat 2025 in der Öffentlichkeit für Aufsehen gesorgt und hat sichtbar gemacht, was Kommunen und Initiativen bereits leisten." Ziel sei es, 2026 noch mehr Akteure zum Mitmachen zu gewinnen. Privatpersonen, die den eigenen Hof abpflastern, Unternehmen, die rund um ihre Gebäude begrünen, Schulen oder Vereine, die sich beteiligen und ihre abgepflasterten Flächen melden.
Abpflastern bis Ende Oktober
Verantwortlich für die Initiative „Abpflastern" sind Studierende des Masterstudiengangs Ökonomie an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz. Die Saison 2026 startete am 21. März und endet am 31. Oktober. Jede in diesem Zeitraum entsiegelte Fläche kann unter abpflastern.de gemeldet werden – dazu bedarf es nur eines Fotos vor und eines nach dem Entsiegeln.
Die Arbeit des vergangenen Jahres wird im Bonifatiuspark nun fortgesetzt: Der bestehende Pflasterbelag und der darunter liegende Unterbau bestehend aus Splitt und Schottertragschicht werden an den jeweiligen Stellen entfernt und mit Pflanzsubstrat verfüllt. Zum anderen werden die bisherigen Einzelbaumstandorte aufgehoben und zu einem durchgängigen Baumbeet verbunden. Das führt zu einer besseren Vernetzung der Einzelbäume und zu einem verbesserten und gesünderen Wachstum der Bäume. Zuletzt folgen noch Staudenpflanzungen, die mit Hitze und Trockenheit gut umgehen können und Lebensraum für Insekten und Tiere bieten. (pia/beg)
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Quelle: Umweltdezernat Frankfurt