NIEDERURSEL - Die Ernst-Reuter-Schulen können saniert und erweitert werden. Der Magistrat hat die Umsetzung des ersten Bauabschnitts genehmigt. Ein weiterer Beschluss der Stadtverordneten sei nicht erforderlich, da das Projekt in der ersten Staffel der Schulbauoffensive (SBO) priorisiert sei, teilt der Magistrat mit.
Ansicht oben: Der gemeinsame Standort der Ernst-Reuter-Schulen in Niederursel zwischen Praunheimer Weg und Hammarskjöldring. Grafik: MAXLOK MEDIA / Mapbox
Nach Angaben von Bau- und Schuldezernentin Sylvia Weber ist die Erweiterung der Ernst-Reuter-Schulen das größte und wichtigste Sanierungsprojekt in der städtischen Schulbauoffensive.
Die bestehende Bausubstanz der Schulgebäude stammt größtenteils aus der Mitte des 20. Jahrhunderts und entspricht in Teilen nicht mehr den heutigen Standards in Bezug auf Energieeffizienz, Barrierefreiheit und pädagogischer Nutzung. Ziel der Maßnahme sei es, ein modernes und zugleich ästhetisch ansprechendes Schulgebäude zu schaffen, das den Anforderungen einer zeitgemäßen Pädagogik gerecht werde. Dafür sollen bestehende Gebäude behutsam saniert und erweitert werden.
Baubeginn für 2027 vorgesehen
Aufgrund des großen Umfangs der Baumaßnahme werde das Projekt in drei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Bauabschnitt umfasst nach Angaben des Baudezernats alle Sporthallen – drei Einfeldsporthallen und eine Dreifeldsporthalle –, die Schwimmhalle sowie sämtliche Fachräume beider Schulen.
Der Baubeginn sei für 2027 vorgesehen. Bereits in diesem Jahr werde der Unterricht aus zwei Einfeld-Sporthallen in ein Provisorium auf einer nahegelegenen Wiese ausgelagert. Nach der voraussichtlich dreijährigen Sanierung der Sporthallen würden die Auslagerungsbauten im Sportbereich zurückgebaut. Zugleich würden Bauten für eine Teilauslagerung der Schule errichtet.
Denkmalschutz muss berücksichtigt werden
„Unsere Sanierung und Erweiterung in drei Bauabschnitte nimmt Rücksicht auf den Bestand und das städtebauliche Ensemble, das unter Denkmalschutz steht", erläutert Weber. Sie bekräftigte, dass der Charakter der Schule erhalten bleibe, die Gebäude aber behutsam umgebaut würden, sodass moderne Pädagogik gelebt werden könne.
In den folgenden zwei Bauabschnitten würden dann alle Bestandsgebäude saniert und erweitert, darunter Klassenräume, Fachräume und Aufenthaltsbereiche. Auch würden weitere Neubauten errichtet. Beginnen soll der zweite Bauabschnitt ab 2030. Ab 2033 folgt die Sanierung der Ernst-Reuter-Schule I im dritten Bauabschnitt. Mit dem Rückbau der Auslagerungen soll das Gesamtprojekt im Jahr 2036 abgeschlossen sein. (beg)
MAXLOK-HINTERGRUND
- Die Ernst-Reuter-Schulen setzen sich aus zwei Schulen unterschiedlicher Schulformen zusammen.
- Die Ernst-Reuter-Schule I (ERS I) ist ein Oberstufengymnasium, das in der E-Phase, sprich im ersten Schuljahr in der Oberstufe, Schülerinnen und Schüler aus bis zu 30 unterschiedlichen Schulen aus Frankfurt aufnimmt – überwiegend aus Integrierten und kooperativen Gesamtschulen sowie aus Realschulen. Die Schule unterrichtet rund 500 Schülerinnen und Schüler.
- Die Ernst-Reuter-Schule II (ERS II) ist eine Integrierte Gesamtschule (IGS), an der rund 1200 Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 beschult werden. Die IGS bietet zwei Intensivklassen sowie zwei Berufsorientierungsklassen für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt, Amt für Bildung, Immobilien und Neues Bauen