Mathe unten, Mietvertrag oben - Hessens erste Hybridschule

17.08.2026
MAXLOK-Redaktion


Im Schönhof-Viertel entstehen 134 Wohnungen über einer Grundschule

BOCKENHEIM - Frankfurt bekommt im Schönhof-Viertel in Bockenheim ein ungewöhnliches Gebäude: In den unteren Etagen entsteht eine Grundschule, darüber werden 134 Mietwohnungen gebaut. Für die nach Angaben der Projektbeteiligten erste Hybridschule Hessens ist jetzt Richtfest gefeiert worden. Die Wohnungen sollen im Herbst 2027 bezugsfertig sein.

Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Hessens erste Hybridschule nimmt im Baugebiet Schönhof-Viertel in Bockenheim Gestalt an. Foto: NHW / Rohnke
 
Das sechsgeschossige Gebäude entsteht auf dem Baufeld G unmittelbar am zentralen Quartiersplatz. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss ist eine vierzügige Ganztagsgrundschule mit Zweifeldsporthalle vorgesehen. Ab dem zweiten Obergeschoss wird gewohnt. Bauherrin ist die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NHW), die das Schönhof-Viertel gemeinsam mit Instone Real Estate entwickelt.
 
Von den insgesamt 134 Wohnungen werden 123 öffentlich gefördert. Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt stellen dafür zusammen 22,9 Millionen Euro bereit. Das Land fördert 45 Wohnungen mit rund 11,6 Millionen Euro, die Stadt weitere 78 Wohnungen mit 11,3 Millionen Euro.
 

Einrichtungen für die Nachbarschaft

Entstehen sollen 1,5- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit Größen zwischen 43,5 und 102,5 Quadratmetern. Alle Wohnungen erhalten einen Balkon, eine Terrasse oder eine Loggia. Für Haushalte mit geringen Einkommen ist nach Angaben der NHW eine Miete von 5,50 Euro pro Quadratmeter vorgesehen. Bei geförderten Wohnungen für mittlere Einkommen sollen es 8,50 bis 10,50 Euro sein. Die freifinanzierten Wohnungen sollen voraussichtlich durchschnittlich ab 17,30 Euro pro Quadratmeter angeboten werden.
 
Mit dem Konzept wollen die Projektpartner auf knappem städtischem Raum mehrere Nutzungen miteinander verbinden. Neben Schule und Wohnungen sollen auch Einrichtungen entstehen, die der Nachbarschaft offenstehen. Dazu gehören Mensa, Bibliothek und Musikräume. Ein „Grünes Klassenzimmer“ im angrenzenden Park soll den Schulbetrieb zudem in den öffentlichen Raum erweitern.
 
Beim Richtfest bezeichnete Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori das Projekt als Beispiel dafür, wie bezahlbares Wohnen und Stadtentwicklung miteinander verbunden werden könnten. Oberbürgermeister Mike Josef hob die Kombination von Bildungsangebot und gefördertem Wohnraum hervor. Planungsdezernent Marcus Gwechenberger sieht in dem Modell zugleich eine Möglichkeit, die soziale Infrastruktur im Quartier zu stärken.
 

Viertel bis 2027 fertig entwickelt

Das Schönhof-Viertel soll bis 2027 fertig entwickelt werden. NHW und Instone Real Estate schaffen dort insgesamt rund 2000 Wohnungen. Zentraler Mittelpunkt des neuen Quartiers wird der Platz, an dem nun auch die Kombination aus Schule und Wohnhaus entsteht.
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MAXLOK-Fakten

  • Im Schönhof-Viertel entsteht Hessens erste Hybridschule: eine vierzügige Ganztagsgrundschule mit Sporthalle und darüberliegenden Wohnungen.
  • Insgesamt werden 134 Mietwohnungen gebaut, davon 123 öffentlich gefördert.
  • Land Hessen und Stadt Frankfurt fördern die Wohnungen mit zusammen 22,9 Millionen Euro.
  • Die Wohnungen sollen im Herbst 2027 bezugsfertig sein; geförderte Mieten beginnen bei 5,50 Euro pro Quadratmeter.

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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt

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