1.500 Quadratmeter für Kunst / Verein basis soll Atelierhaus betreiben / Platz für 50 Kreative
BAHNHOFSVIERTEL - Aus ehemaligen Großraumbüros werden Ateliers: In der Düsseldorfer Straße 12 entsteht auf rund 1.500 Quadratmetern ein neues Atelierhaus für mehr als 50 Künstlerinnen und Künstler. Insgesamt 39 Atelierräume sollen auf fünf Etagen eingerichtet werden. Die ersten können bereits zum 1. November bezogen werden.
Die Räume sollen zwischen rund zehn und 50 Quadratmeter groß sein und Künstlerinnen und Künstlern bezahlbare Arbeitsmöglichkeiten bieten. Für die neue Nutzung muss das bisherige Bürogebäude allerdings zunächst umgebaut werden. Neben einer neuen Raumaufteilung sind unter anderem Arbeiten beim Schallschutz und an der Elektrik sowie Anpassungen an die Brandschutzanforderungen notwendig.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Kreativschmiede - das Bürohaus an der Düsseldorfer Straße im Bahnhofsviertel wird zum Werkstattgebäude gewandelt. Foto: Stadt Frankfurt / Moritz Bernoully
Die Stadt unterstützt den Innenausbau mit 176.000 Euro aus dem Förderprogramm „Umbau leerstehender Räume für Kreative“ des Stadtplanungsamts. Zusätzlich will das Kulturdezernat den späteren Betrieb des Hauses finanziell fördern.
Auf die leerstehende Immobilie stieß die Stadt über den Arbeitskreis „Räume für Frankfurt“. Darin suchen Stadtplanungsamt, Kulturamt, Wirtschaftsförderung und die Leerstandsagentur RADAR gemeinsam nach Immobilien, die sich für eine neue Nutzung durch die Kreativszene eignen. Nach Angaben der Stadt wurde die Düsseldorfer Straße 12 bei einem der monatlichen Treffen als möglicher Standort identifiziert und anschließend näher geprüft.
Leerstehende Flächen in zentraler Lage neu nutzen
Kulturdezernentin Ina Hartwig sieht in dem Projekt ein Beispiel für die Zusammenarbeit verschiedener städtischer Stellen. Das Kulturamt habe gemeinsam mit RADAR das Potenzial des Gebäudes erkannt und die Vermittlung zwischen den Beteiligten begleitet. Planungsdezernent Marcus Gwechenberger verweist zugleich auf die Möglichkeit, leerstehende Flächen in zentraler Lage wieder dauerhaft zu nutzen. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, ungenutzte Immobilien stärker für Kultur und Kreativwirtschaft zu erschließen.
Betreiben wird das neue Atelierhaus der Verein basis. Er fördert seit 2006 Gegenwartskunst und die freie Kunstszene in Frankfurt und verfügt bereits über Erfahrung bei der Nutzung leerstehender Immobilien. Im Bahnhofsviertel betreibt basis Atelierhäuser in der Elbestraße 10 sowie in der Gutleutstraße 8–12. Die Düsseldorfer Straße wird damit der dritte Standort des Vereins im Quartier und nach dessen Angaben insgesamt der sechste Standort in Frankfurt.
Mit der Vergabe der Räume soll es schnell gehen: basis startet bereits in dieser Woche einen Open Call für Künstlerinnen und Künstler. Die ersten Ateliers sollen ab 1. November bezugsbereit sein. Die offizielle Einweihung des neuen Hauses ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Weitere kulturelle Nutzung im Bahnhofsviertel
Für das Bahnhofsviertel bedeutet das Projekt zugleich eine weitere kulturelle Nutzung in einem Quartier, in dem basis bereits seit Jahren präsent ist. Die Stadt verbindet mit dem Atelierhaus deshalb nicht nur die Schaffung bezahlbarer Arbeitsräume für die freie Kunstszene, sondern auch die Hoffnung auf zusätzliche Impulse für das unmittelbare Umfeld.
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MAXLOK-Fakten
- In der Düsseldorfer Straße 12 entstehen auf rund 1.500 Quadratmetern 39 Ateliers für mehr als 50 Kreativschaffende.
- Die Stadt fördert den Umbau der ehemaligen Büroflächen mit 176.000 Euro; zusätzlich unterstützt das Kulturdezernat den Betrieb.
- Betreiber wird der Frankfurter Kunstverein basis, für den es der dritte Standort im Bahnhofsviertel und insgesamt der sechste Standort ist.
- Erste Ateliers sind ab 1. November bezugsbereit, die Einweihung ist für Anfang 2027 geplant.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt;