Kommunaler Wärmeplan abgeschlossen / Perspektiven für zukünftiges Heizen
FRANKFURT - Die Stadt hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung gemacht: Die fachliche Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung ist abgeschlossen. Nach Angaben der Stadt liegt der vollständige Wärmeplan vor. Nach der Sommerpause soll zunächst der Magistrat im August darüber beraten, bevor Anfang Oktober die Stadtverordnetenversammlung den endgültigen Beschluss fassen soll.
Während kleinere Kommunen noch bis Mitte 2028 Zeit haben, ihre kommunale Wärmeplanung zu erstellen und vorzulegen, ist für Großstädte der Abgabetermin am 30. Juni diesen Jahres gewesen. Frankfurt hat die offizielle Frist nicht einhalten können, verweist aber auf die nunmehr beschlussreife Planung.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Wärmeblock - die kommunale Wärmeplanung soll Gebäudeeigentümern die Richtung für künftiges klimaneutrales Heizen vorgeben. Foto; MAXLOK MEDIA
Mit dem Wärmeplan schafft Frankfurt erstmals einen umfassenden strategischen Rahmen für die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt. Ziel ist es, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern schrittweise voranzutreiben und den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen Orientierung bei künftigen Investitions- und Sanierungsentscheidungen zu geben. Rechtlich verbindlich ist die Planung für einzelne Eigentümer allerdings nicht. Sie dient vielmehr als langfristige Entscheidungsgrundlage für Politik, Energieversorger und Gebäudeeigentümer.
Wärmeportal informiert mit interaktiven Karten
Maßnahmenkatalog für das künftige Heizen
MAXLOK-Fakten
- Fachliche Arbeiten abgeschlossen: Frankfurts kommunale Wärmeplanung liegt vollständig vor; Magistrat und Stadtverordnetenversammlung sollen nach der Sommerpause darüber entscheiden.
- Wärmeportal bereits online: Bürger können schon jetzt Karten mit den geplanten Wärmeversorgungsgebieten sowie den Entwurf der Wärmeplanung einsehen.
- Keine unmittelbare Verpflichtung: Der Wärmeplan dient als strategische Orientierung und entfaltet keine direkte Rechtswirkung für einzelne Grundstückseigentümer.
- Wärmewende wird vorbereitet: Geplant sind unter anderem der Ausbau der Fernwärme, neue klimafreundliche Wärmenetze, mehr Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Wärmequellen.