Musikschule Frankfurt zieht an die Zeil

23.09.2026
MAXLOK-Redaktion


Neues Zuhause in der Stiftstraße / Gebäude mit außergewöhnlicher Musikgeschichte
 
INNENSTADT - Die Musikschule Frankfurt soll künftig einen neuen Standort an der Stiftstraße, direkt an der Zeil, bekommen. Vertreter der Musikschule, des Bildungsdezernats sowie Projektbeteiligte informierten nun über den Stand der Planungen.
 
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Prachtbau mit Musikgeschichte - einst residierten in dem Gebäude an der Stiftstraße der Jazzclub Storyville und später auch der Sinkkasten. Foto: Stadt Frankfurt / Maik Reuß
 
Der Gebäudekomplex wird derzeit umfassend umgebaut. Nach Angaben der Beteiligten soll die denkmalgeschützte Fassade erhalten bleiben; innen seien fünf Stockwerke für die Nutzung durch die Musikschule vorgesehen. Geplant sind demnach flexible Unterrichts- und Proberäume sowie ein eigener Konzertraum. Ziel sei ein moderner Musik-, Proben-, Konzert- und Begegnungsort.
 

Investition in eine lebendige Innenstadt

Das Gebäude hat zudem eine lange Musikgeschichte: In den 1950er Jahren war dort der Jazzclub Storyville beheimatet, später auch der Sinkkasten und das Zoom. Bildungsdezernentin Sylvia Weber bekräftigte, dass der neue Standort diese Frankfurter Musikgeschichte fortschreibe – und zugleich eine Investition in musikalische Bildung, kulturelle Teilhabe und eine lebendige Innenstadt sei.
 
Die Musikschule Frankfurt hatte ihre langjährigen Räume in der Schirn im Sommer 2025 wegen der Sanierung des Gebäudes verlassen. Seitdem findet der Unterricht für rund 1500 der insgesamt 6500 Schülerinnen und Schüler nach Angaben der Musikschule in einem Interimsquartier in den Kornmarktarkaden statt. Mit dem Standort an der Stiftstraße sei nun eine langfristige Perspektive für die größte öffentliche Musikschule der Stadt geschaffen worden.
 

Weitere Unterstützung notwendig

Musikschuldirektor Mathias Metzner verwies darauf, dass die räumliche Situation der vergangenen Jahre die Entwicklung der Angebote begrenzt habe. Gleichzeitig betonte er, dass über die Standortentscheidung hinaus weitere Unterstützung nötig bleibe – etwa bei Ausstattung, Betrieb und Weiterentwicklung. Auch das Engagement der Stadtgesellschaft, beispielsweise über den Förderverein, sei wichtig.
 
Wann der neue Standort eröffnet werden kann, ist noch unklar.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt;
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