Wohnen, Arbeiten, Produzieren: Frankfurt wirbt auf Immobilienmesse für neue Mischung in den Quartieren
FRANKFURT / MÜNCHEN - Gewerbeflächen sichern, neue Stadtquartiere entwickeln und zugleich mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen: Mit diesen Schwerpunkten präsentiert sich Frankfurt auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München. Gemeinsam mit Städten und Partnern aus der Rhein-Main-Region will die Stadt zudem die Kreislaufwirtschaft stärker voranbringen. Auf dem Gemeinschaftsstand des Wirtschaftsstandorts sind in diesem Jahr 20 Unternehmen und Organisationen vertreten.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Frankfurt will auf Gewerbeflächen, Wohnungsbau und Kreislaufwirtschaft setzen. Flächen für die Stadtentwicklung gibt es durchaus noch. Hier der Blick auf Betriebe im Gutleutviertel. Foto: MAXLOK MEDIA
Zum Messeauftakt stellten Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Nils Kößler sowie Planungsdezernent Marcus Gwechenberger zentrale Ziele der Frankfurter Stadtentwicklung vor. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie Frankfurt trotz des hohen Flächendrucks Raum für Unternehmen und produzierendes Gewerbe erhalten und gleichzeitig zusätzlichen Wohnraum schaffen kann.
Wohnen und wirtschaftliche Entwicklung nicht getrennt sehen
Gwechenberger sprach sich für eine Stadtentwicklung aus, die Wohnen und wirtschaftliche Entwicklung nicht getrennt voneinander betrachtet. Bestehende Gewerbe- und Produktionsflächen sollen demnach gesichert und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sollen neue Quartiere entstehen, in denen Wohnen, Arbeiten und weitere Nutzungen miteinander verbunden werden. Bezahlbarer Wohnraum sei dabei auch für die Gewinnung von Fachkräften und damit für die wirtschaftliche Entwicklung Frankfurts von Bedeutung.
Wie eine solche Mischung aussehen kann, wurde auf der Messe anhand konkreter Frankfurter Projekte diskutiert. Im Mittelpunkt standen unter anderem Gateway Gardens am Flughafen, Midstad Frankfurt und die Frankfurt Westside im Industriepark Griesheim. Bei diesen Standorten geht es um neue Nutzungskonzepte und die Weiterentwicklung bestehender Wirtschaftsflächen.
Ein weiteres Panel beschäftigte sich mit der Qualität neuer Quartiere. Dabei wurden auch die Planungen für den von der Stadt angestrebten neuen Stadtteil im Frankfurter Nordwesten sowie das „Produktive Gutleut“ thematisiert. Bei letzterem soll die Weiterentwicklung des Gutleutviertels stärker mit gewerblichen und produktiven Nutzungen verbunden werden.
Regionale Sichtweise stärken
Wirtschaftsdezernent Kößler stellte zugleich die Zusammenarbeit zwischen Frankfurt und den umliegenden Kommunen heraus. Angesichts knapper Flächen und eines angespannten Wohnungsmarktes soll die Entwicklung des Wirtschafts- und Wohnstandorts stärker regional betrachtet werden. Bei einem Fachpanel diskutierten Vertreter aus der Region darüber, wie Wachstum interkommunal organisiert werden kann und die Rhein-Main-Region zugleich für breite Bevölkerungsschichten bezahlbar bleibt.
Ein weiteres gemeinsames Vorhaben betrifft die Kreislaufwirtschaft. Frankfurt, Wiesbaden, Hanau und Offenbach starten die Initiative „Kreislaufwirtschaft Frankfurt RheinMain“. Zum Auftakt soll auf der EXPO REAL ein Letter of Intent unterzeichnet werden. Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit ist es, Rhein-Main als Modellregion für Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Dabei sollen Ressourcen stärker wiederverwendet und Stoffkreisläufe möglichst geschlossen werden.
Die Stadt nutzt die Immobilienmesse zugleich zur Standortwerbung. Wirtschaftsförderungs-Geschäftsführer Bernhard Grieb sieht die EXPO REAL vor allem als Möglichkeit, Kontakte zu Investoren, Unternehmen und Projektentwicklern auszubauen und neue Projekte anzustoßen.
Der Gemeinschaftsstand der Metropolregion Frankfurt RheinMain ist noch bis Mittwoch, 7. Oktober, auf der EXPO REAL vertreten.
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MAXLOK-Fakten
- Gewerbeflächen: Frankfurt will bestehende Flächen für Gewerbe und Produktion sichern und weiterentwickeln.
- Neue Quartiere: Wohnen, Arbeiten und weitere Nutzungen sollen stärker miteinander verbunden werden; bezahlbarer Wohnraum wird auch als Standortfaktor für Fachkräfte betrachtet.
- Konkrete Projekte: Gateway Gardens, Midstad Frankfurt, Frankfurt Westside, der geplante neue Stadtteil und das „Produktive Gutleut“ dienen auf der Messe als Beispiele für die Frankfurter Stadtentwicklung.
- Regionale Kreislaufwirtschaft: Frankfurt, Wiesbaden, Hanau und Offenbach wollen Rhein-Main gemeinsam zu einer Modellregion für Kreislaufwirtschaft entwickeln.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt;
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