Treffpunkt der besonderen Art im Bahnhofsviertel

19.08.2026
MAXLOK-Redaktion


"Weser 40": Vom Leerstand zum Begegnungsort / Zwischennutzung mit Kultur, Workshops und Debatten

BAHNHOFSVIERTEL - Ein bislang ungenutztes Erdgeschoss im Frankfurter Bahnhofsviertel soll in den kommenden Wochen zum Treffpunkt für Nachbarschaft, Kreative und Initiativen werden. Die städtische Leerstandsagentur Radar hat am Dienstag die temporäre Zwischennutzung „Weser 40“ in der Weserstraße 40 eröffnet. Bis Ende Oktober stehen dort rund 130 Quadratmeter für Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops und den Austausch über die Entwicklung des Viertels zur Verfügung.

Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Begegnungsort - die Erdgeschossfläche der Immobilie an der Weserstraße 40 ist zur Zwischennutzung freigegeben. Bis Ende Oktober soll sie mit verschiedenen Angeboten zur Vernetzung im Bahnhofsviertel beitragen. Foto: Radar
 
Das Projekt wird von Radar im Auftrag des Stadtplanungsamtes und gemeinsam mit dem Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel umgesetzt. Die Räume befinden sich im Erdgeschoss des Skyper Carré. Eigentümerseite und Hausverwaltung stellen die Fläche für die Zwischennutzung zur Verfügung.
 

Perspektivwechsel im schwierigen Viertel

Inhaltlich steht „Weser 40“ unter dem Motto „Perspektivwechsel“. Gezeigt werden unter anderem Porträts von Akteuren, die in den vergangenen 15 Jahren leerstehende Räume in Frankfurt für neue Nutzungen erschlossen haben. Hinzu kommt eine auf den Ort bezogene Werkreihe der Künstlerin Filippa Pettersson.
 
Geplant sind außerdem regelmäßige Barabende als Diskussionsformat, Ausstellungen und gemeinsam mit Partnern organisierte Workshops. Kreative können sich vor Ort über Fördermöglichkeiten für den Umbau leerstehender Räume informieren. Auch Radar, Stadtplanungsamt und Koordinierungsbüro wollen die Räume nutzen, um unmittelbar mit Menschen aus dem Viertel ins Gespräch zu kommen.
 
Zugleich soll „Weser 40“ für weitere Initiativen geöffnet werden. Projekte mit Bezug zum Bahnhofsviertel können sich beteiligen. Für ausgewählte Vorhaben steht zudem der lokale Verfügungsfonds des Stadtplanungsamtes zur Verfügung.
 

Erdgeschosszonen stärker beleben

Die Zwischennutzung fügt sich damit in die längerfristigen Pläne der Stadt für das Bahnhofsviertel ein. Die Strategie für die Entwicklung des Quartiers sieht unter anderem vor, Erdgeschosszonen stärker zu beleben, Leerstände zu aktivieren und lokale Initiativen zu unterstützen.
 
Planungsdezernent Marcus Gwechenberger sieht in der temporären Nutzung die Möglichkeit, durch Kultur, Begegnung und Nachbarschaft neue Impulse für das Quartier zu setzen. Sozialdezernentin Elke Voitl hebt insbesondere die Funktion als geschützten Raum für den Austausch von Nachbarschaft, gesellschaftlichen Initiativen und Kreativen hervor.
 
Radar beschäftigt sich bereits seit 2011 mit der Aktivierung von Leerständen in Frankfurt. Die Agentur vermittelt unter anderem preisgünstige Gewerberäume an Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft und unterstützt bei Förderanträgen für Umbauten. Mit „Weser 40“ rückt nun bis Ende Oktober das Bahnhofsviertel in den Mittelpunkt.
 

MAXLOK-Fakten

  • Projekt: Weser 40 – temporäre Zwischennutzung
  • Ort: Weserstraße 40, Erdgeschoss Skyper Carré, 60329 Frankfurt
  • Laufzeit: bis Ende Oktober 2026
  • Fläche: rund 130 Quadratmeter
  • Angebot: Ausstellungen, Workshops, Austauschformate, Barabende und Beratung
  • Mitmachen: Projekte und Initiativen können eigene Formate vorschlagen
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Quellen: Presse- und Informationsamt Frankfurt; Leerstandsagentur Radar;