Klimawandel erhöht Risiken / Stadt baut Schutz weiter aus und gibt Tipps für Eigenvorsorge
FRANKFURT - Die Stadt reagiert auf die zunehmenden Folgen des Klimawandels und verstärkt ihre Maßnahmen gegen Hochwasser und Starkregen. Ein aktueller Statusbericht des Magistrats zeigt, welche Projekte bereits umgesetzt wurden, welche derzeit laufen und welche künftig geplant sind. Ziel ist es, die Auswirkungen von Überflutungen zu begrenzen und die Mainmetropole widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen zu machen.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Nach einem Starkregenereignis im Stadtteil Seckbach verwandelten sich im Mai 2024 Straßen in Bäche. Die Schäden infolge überfluteter Keller und verstopfter Kanäle im Stadtteil waren erheblich. Foto: MAXLOK MEDIA
Heftige Starkregenfälle haben in den vergangenen Jahren wiederholt Straßen, Unterführungen und Keller in Frankfurt überflutet. Gleichzeitig steigen die Risiken durch Hochwasser an Flüssen und Bächen. Nach Einschätzung der Stadt werden solche Wetterlagen künftig häufiger auftreten. Deshalb verfolgt Frankfurt ein umfassendes Risikomanagement, das technische Schutzmaßnahmen mit einer klimaangepassten Stadtentwicklung verbindet.
Zusätzliche Rückhalteflächen sollen Schutz bieten
Zum Maßnahmenpaket gehören der Ausbau von Hochwasserschutzanlagen, zusätzliche Rückhalteflächen für Regenwasser sowie moderne Informations- und Frühwarnsysteme. Ein lokales Starkregenfrühwarnsystem befindet sich derzeit im Aufbau. Mithilfe von Sensoren und digitalen Modellen sollen Überflutungen künftig früher erkannt und Vorwarnzeiten verbessert werden. Parallel hat die Branddirektion ihre Alarm- und Einsatzpläne aktualisiert und mobile Hochwasserschutzsysteme erweitert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Konzept der sogenannten Schwammstadt. Regenwasser soll möglichst dort aufgenommen, gespeichert oder versickert werden, wo es anfällt. Dazu setzt die Stadt unter anderem auf Entsiegelungen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie neue Retentionsflächen.
Auch der naturnahe Ausbau von Main und Nidda soll den Flüssen wieder mehr Raum geben und Hochwasserspitzen abmildern.
Im Seckbacher Huthpark soll Regenwasser zurückgehalten werden
Bürger zur Eigenvorsorge angehalten
MAXLOK-Fakten
- Frankfurt baut den Überflutungsschutz aus – mit technischen Maßnahmen, natürlichen Rückhalteflächen und einem lokalen Starkregen-Frühwarnsystem.
- Schwammstadt-Konzept wird erweitert – Entsiegelungen, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie Retentionsflächen sollen Regenwasser besser speichern.
- Geoportal wird stark genutzt – Die Starkregengefahrenkarte verzeichnet inzwischen mehr als zehn Millionen Aufrufe und soll künftig auch in 3D verfügbar sein.
- Stadt wirbt für Eigenvorsorge – Bürgerinnen und Bürger sollen ihre individuelle Gefährdung prüfen und Gebäude mit geeigneten Schutzmaßnahmen sichern.
