FRANKFURT - Bei der Kommunalwahl 2026 zeichnet sich in Frankfurt ein deutlicher Sieg der CDU ab. Nach dem vorliegenden Trendergebnis (16. März / 10.00 Uhr) liegt die Partei mit 26,5 Prozent der Stimmen klar vorn. Grundlage des Trends sind bereits ausgezählte Stimmzettel, auf denen ausschließlich Listenkreuze gesetzt wurden. Die vollständige Auszählung der Stimmen dauert noch an.
Ansicht oben: Im Frankfurter Rathaus Römer zeichnen sich neue Kräfteverhältnisse ab. Foto: MAXLOK MEDIA
Hinter der CDU folgen die Grünen mit 21,0 Prozent. Die SPD erreicht 16,7 Prozent und landet damit auf Platz drei. Dahinter liegen die AfD mit 9,1 Prozent sowie die Linke mit 8,9 Prozent. FDP und Volt kommen jeweils auf 4,7 Prozent der Stimmen.
Neue Kräfteverhältnisse im Römer
Damit verschiebt sich das Kräfteverhältnis in der Stadtverordnetenversammlung deutlich. Besonders die CDU kann im Vergleich zur Kommunalwahl 2021 erheblich zulegen: Sie gewinnt nach dem Trendergebnis 4,6 Prozentpunkte hinzu. Einen ähnlich starken Zuwachs verzeichnet auch die AfD, die ebenfalls um 4,6 Prozentpunkte zulegt.
Die Grünen bleiben zwar zweitstärkste Kraft, verlieren jedoch an Zustimmung (minus 3,6 Prozentpunkte). Die SPD (minus 0,3 Prozentpunkte) behauptet sich im Mittelfeld, bleibt aber deutlich hinter CDU und Grünen zurück. Kleinere Parteien wie FDP (minus 2,9 Prozentpunkte) und Volt (plus 1,0 Prozentpunkte) bewegen sich im Bereich von knapp fünf Prozent.
Bisherige Rathauskoalition abgestraft
Der Wahlkampf in der Mainmetropole war von den Themen Sicherheit, Sauberkeit, Verkehr, Schulen und Wohnungsbau geprägt. Die bisherige Rathauskoalition aus Grünen, SPD, Volt und FDP war im Herbst des vergangenen Jahres zerbrochen. Auslöser war ein Streit über die geplante Einrichtung eines Crack-Suchthilfezentrums im Bahnhofsviertel. Der Konflikt hatte das Bündnis nachhaltig belastet und schließlich zum Aus geführt.
CDU hat den Auftrag für Koalitionsverhandlungen
Ob und welche neuen Mehrheiten sich nach der Wahl bilden lassen, bleibt zunächst offen. Mit ihrem deutlichen Vorsprung geht die CDU jedoch in eine starke Ausgangsposition für mögliche Koalitionsverhandlungen. Gleichzeitig zeigt das Trendergebnis, dass das politische Gefüge in Frankfurt weiterhin stark fragmentiert ist und mehrere Parteien für stabile Mehrheiten benötigt werden.
Das endgültige Wahlergebnis wird erst nach vollständiger Auszählung aller Stimmen erwartet. Erfahrungsgemäß können sich durch die Auswertung der kumulierten und panaschierten Stimmen noch Verschiebungen ergeben. Das Trendergebnis gilt daher als erste belastbare Orientierung, jedoch noch nicht als offizielles Endergebnis. (beg)
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