FRANKFURT - Angesichts der laufenden Tarifverhandlungen für die 58.000 Beschäftigten des Landes Hessen rufen mehrere Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes am heutigen Dienstag (24. März) zum "hessenweiten Streiktag" auf. Auch Frankfurt gehört wieder zu den Städten, in denen Kundgebungen unter dem Motto "Zusammen geht mehr" angekündigt sind. So startet um 11 Uhr am Gewerkschaftshaus an der Wilhelm-Leuschner-Straße eine Demonstration. Um 12 Uhr ist an der Hauptwache eine zentrale Veranstaltung mit Rednern vorgesehen.
Ansicht oben: Auch die vom Land angekündigten Kürzungen im Bildungssektor wurden bei der Kundgebung am Samstag in der Frankfurter Innenstadt scharf kritisiert. Foto: MAXLOK MEDIA
Die bisherigen Verhandlungen zwischen dem Land Hessen und seinen Beschäftigten waren ergebnislos geblieben. Die Arbeitnehmer fordern sieben Prozent mehr Entgelt, mindestens aber 300 Euro zusätzlich im Monat. Auch für Auszubildende wird eine Erhöhung um 200 Euro gefordert.
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sieht dafür keinen finanziellen Spielraum im Landeshaushalt. Jedoch äußerte er zu Beginn der Tarifverhandlungen im Februar auch Anerkennung für die Leistung der Landesbeschäftigten. Ihnen habe man es zu verdanken, dass Hessen im Ländervergleich so gut dastehe, hatte Poseck bekräftigt.
Dritte Verhandlungsrunde startet am Donnerstag
Am Donnerstag (26. März) soll nunmehr die dritte Verhandlungsrunde zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern starten. Die bisherigen Gespräche hatten keine Annährerung der Positionen und Forderungen erbracht.
Bereits am vergangenen Samstag (21. März) hatten Beschäftigte des Landes in der Frankfurter Innenstadt protestiert. Neben dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft der Polizei und der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) war auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der Kundgebung beteiligt. Vertreter der GEW kritisierten in diesem Rahmen auch die Sparpolitik der Landesregierung im Bildungssektor. Insbesondere Gesamtschulen drohen infolge der angekündigten Kürzungen Stellen zu verlieren. (beg)
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Quellen: Verdi, DGB, Hessisches Innenministerium
