FRANKFURT - Die Kulturlandschaft von Frankfurt, Offenbach und Eschborn verwandelt sich am Samstag, 25. April, zur Nacht der Museen wieder in einen großflächigen Erlebnisraum. Besucher sind wieder eingeladen, Kunst, Geschichte und Wissenschaft in ungewöhnlicher Atmosphäre zu entdecken. Mehr als 50 Museen und Kulturinstitutionen beteiligen sich und bieten ein breit gefächertes Programm aus Ausstellungen, Führungen, Workshops, Performances und Live-Musik.
Ansicht oben (zur vollen Größe ankliciken): Auch das Historische Museum ist zur Nacht der Museen geöffnet. Foto: Historisches Museum Frankfurt
Kulturdezernentin Ina Hartwig betont die Bedeutung der Veranstaltung als gemeinsames Fest der regionalen Kulturszene. Neben etablierten Häusern öffnen auch temporär genutzte Orte wie die ehemalige Dondorf-Druckerei in Bockenheim oder das geplante Interimsgelände der Städtischen Bühnen an der Gutleutstraße ihre Türen. Die Nacht ermögliche damit nicht nur Einblicke in historische Sammlungen, sondern auch in zukünftige kulturelle Entwicklungen der Stadt.
Ansicht oben: Der geplante Kulturcampus auf dem ehemaligen Uni-Areal in Bockenheim bildet ein Schwerpunkt im Programm der Nacht der Museen. Die temporär von der Schirn Kunsthalle und anderen Kultureinrichtungen genutzte Dondorf-Druckerei beteiligen sich ebenso an der Nach der Museen. Foto: MAXLOK MEDIA
Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Frankfurter Westen und dem geplanten Kulturcampus in Bockenheim. Rund um Einrichtungen wie das Bockenheimer Depot oder das Senckenberg Naturmuseum wird Stadtentwicklung erlebbar. Kunst und Wissenschaft greifen hier ineinander – von naturwissenschaftlichen Experimenten bis zu künstlerischen Performances.
Gleichzeitig prägt die Initiative „World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026" das Programm: Ausstellungen widmen sich Fragen von Gestaltung, Zusammenarbeit und gesellschaftlicher Zukunft.
Auch die großen Häuser nehmen teil
Auch große Namen und Themen sind vertreten: Das Städel Museum zeigt eine Ausstellung zu Claude Monet, während das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum dem Regisseur Wim Wenders gewidmet ist. Weitere Institutionen greifen historische, gesellschaftliche und kulturelle Themen auf – von europäischer Geldpolitik bis hin zu regionaler Industriegeschichte. In Offenbach stehen unter anderem Buchdruck und Handwerk im Mittelpunkt.
Neben klassischen Museumsangeboten setzt die Nacht der Museen verstärkt auf interaktive Formate. Besucher können an Workshops teilnehmen, selbst kreativ werden oder digitale Anwendungen wie Virtual Reality erleben. Gleichzeitig sorgen Performances, Tanz und elektronische Musik für eine festivalähnliche Atmosphäre. Museen verwandeln sich dabei teils selbst in Bühnen und Clubs.
Keine Nacht ohne Performance, Tanz und Musik: Die Frankfurt am Main Queens bringen den Frankfurter Kunstverein zum Beben, Dragqueens übernehmen im Historischen Museum: glitzernd, laut und bunt. Elektronische Musik prägt das MOMEM, das mit Ausstellungen zur Frankfurter Clubgeschichte abends selbst zum Club wird. Und keine Nacht ohne Workshops: In zahlreichen Mitmachangeboten für Erwachsene und Kinder vermitteln die Häuser ihre Kunst und ihr Wissen.
Das Bibelhaus ErlebnisMuseum verbindet Geschichte mit Minecraft und Virtual Reality (VR) und im Deutschen Architekturmuseum kann man bei Tanz und Karaoke selbst aktiv werden.
Mit Bahn und Bus zur Nacht der Museen
Ein zentrales Element der Veranstaltung ist die Mobilität: Im Ticketpreis ist die Nutzung des gesamten Netzes des Rhein-Main-Verkehrsverbund enthalten. Ergänzt wird das Angebot durch Shuttle-Busse und historische Straßenbahnen, die die verschiedenen Standorte miteinander verbinden. Der öffentliche Nahverkehr wird in der Nacht deutlich verstärkt, sodass auch Besucher aus dem Umland bequem an- und abreisen können.
Die Nacht der Museen läuft von 19 Uhr bis in die frühen Morgenstunden. Mit einem einheitlichen Ticket erhalten Gäste Zugang zu allen teilnehmenden Häusern. Die Veranstaltung gilt seit Jahren als Publikumsmagnet und unterstreicht die kulturelle Vielfalt der Rhein-Main-Region – in diesem Jahr stärker denn je mit einem Blick sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft urbaner Kultur.
MAXLOK-Fakten
- Über 50 Kulturinstitutionen in Frankfurt, Offenbach und Eschborn beteiligen sich mit einem vielfältigen Programm.
- Das komplette Programm ist unter www.nacht.museumsufer.de aufgeführt.
- Schwerpunkt 2026: Kulturcampus Bockenheim, Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Stadtentwicklung sowie Impulse durch die World Design Capital.
- Breites Angebot von klassischen Ausstellungen bis zu interaktiven Workshops, Performances und Clubkultur.
- Umfangreiches Mobilitätskonzept: RMV-Ticket inklusive, verstärkter Nachtverkehr sowie Shuttle-Busse und historische Straßenbahnen.
- Tickets gibt es in allen teilnehmenden Museen, online und an den bekannten Vorverkaufsstellen.
- Das Ticket kostet 17 Euro, ermäßigt 12 Euro.
- Gut zu wissen - es finden Taschenkontrollen statt. Große Taschen und Rucksäcke sowie Speisen und Getränke sollten zu Hause gelassen werden.
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Quellen: Presse- und Informationsamt Frankfurt, Historisches Museums Frankfurt, Kulturdezernat

