40.000 Kulturschwärmer machen die Nacht zum Tag

26.04.2026
MAXLOK-Redaktion


FRANKFURT - Die Nacht der Museen hat sich auch in diesem Jahr als Publikumsmagnet erwiesen. Rund 40.000 Besucher und Besucherinnen haben in der Nacht auf Sonntag (26. April) eine der mehr als 50 teilnehmenden Kultureinrichtungen in Frankfurt, Offenbach oder Eschborn besucht. Diese Bilanz zog das Frankfurter Dezernat für Kultur und Wissenschaft.
 
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Die Performance des Antagon-Theaters auf dem Römerberg fand großes Interesse. Foto: Stadt Frankfurt / Frank Rumpenhorst
 
Das Fest trage die Gründungsidee des Museumsufers konsequent weiter, bekräftigte Kulturdezernentin Ina Hartwig. In diesem Jahr seien Off-Spaces und Interimsgebäude ebenso Teil der Nacht gewesen wie Ausstellungen etablierter Museen und hochkarätiger Künstler.
 
 

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Zentrale Orte des Geschehens waren aber wieder das Museumsufer und der Römerberg. Nach mehrjähriger Sanierung war das Deutsche Architekturmuseum am Schaumainkai wieder mit von der Partie. Die Aktionen im Museum Angewandte Kunst waren ganz im Sinne der World Design Capital auf Gestaltung ausgerichtet: Im Ping-Pong-Park ebenso wie beim gemeinschaftlichen Weben am Webstuhl Loomcycle. 


„Sie war wieder unglaublich spannend, mal leise, mal laut, mal mitreißend, mal nachdenklich.“ Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin, über die Nacht der Museen

 
Großes Interesse fand das Städel Museum mit der Ausstellung „Monets Küste", in der die Besucher, begleitet von französischen Akkordeon-Melodien, die impressionistischen Malereien der Felsen von Étretat in der Normandie bewundern konnten.

Shuttle nach Eschborn

Ein kostenloser Shuttle brachte die Besucher nach Eschborn in die Deutsche Börse Photography Foundation, um sich die Arbeiten von Studierenden der HfG Offenbach und Werke der Sammlung anzuschauen. Erstmals teilgenommen haben der Frankfurter Künstlerclub im Nebbienschen Gartenhaus, die Jugend-Kulturkirche Sankt Peter, die Sonderausstellung Frankfurt: City of WOW! an der Gutleutstraße, dem künftigen Interimsstandort der städtischen Bühnen.
 
 
 


Ansicht oben: Lange Warteschlange vor dem Deutschen Architekturmuseum am Museumsufer. Foto: Stadt Frankfurt / Frank Rumpenhorst
 
Ein weiterer Schwerpunkt bildete der ehemalige Unicampus in Bockenheim. Dort fanden die Dresden Frankfurt Dance Company, das 2og:dondorf, Vision 31 und das Universitätsarchiv in der Dantestraße das Interesse der kulturellen Nachtschwärmer. Im Senckenberg Naturmuseum trafen sich Kinder und Jugendliche bei der Mumie des Edmontosaurus „Edmond".


Ab Mitternacht: Shows und Partys

Und ab Mitternacht wandelten sich die Ausstellungshäuser zu Orten für Show und Party. Im Frankfurter Kunstverein feierten die „Frankfurt am Main Queens" bis spät in die Nacht, im Historischen Museum feuerten Dragqueens die Stimmung an, mit einer Voguing-Performance übten im DFF- Deutsches Filminstitut & Filmmuseum die Besucher unter dem Motto „Strike a Pose!" selbst ihren Auftritt und im Museum für Kommunikation legte die erste Female DJ Crew Frankfurts auf.
 
 


Ansicht oben: Auch das Museum für Kommunikation wandelte sich zu später Stunde in eine Tanzbar. Foto: Stadt Frankfurt / Frank Rumpenhorst 

Kulturdezernentin Ina Hartwig nannte es "eine überaus erfreuliche Bilanz", dass ein Jahr vor dem 25. Geburtstag der Nacht der Museen so viele Menschen wieder an den zahlreichen Kultureinrichtungen und vor allem am Museumsufer interessiert gewesen seien.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt