HÖCHST - Im Fall des in Höchst am Sonntagmorgen (17. Mai) tot aufgefundenen 19-Jährigen hat die Polizei den kurz darauf festgenommenen Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittler gingen jetzt von einem Unfallgeschehen aus, teilte die Polizei mit.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Der Fundort des toten 19-Jährigen an der Emmerich-Josef-Straße war am Sonntag weiträumig abgesperrt. Foto: 5Vision.News
Bei dem Todesopfer, das in den frühen Morgenstunden von Passanten an der Emmerich-Josef-Straße entdeckt worden war, waren massive Kopfverletzungen sowie weitere Verletzungen festgestellt worden. Wegen der Spurenlage sei zunächst der Verdacht eines Tötungsdeliktes angenommen worden, heißt es in der Polizeimeldung.
Die Ermittlungen hätten relativ schnell auf einen 18-Jährigen hingewiesen, der in einer Wohnung in der Nähe des Fundortes zuvor mit dem 19-Jährigen in eine körperliche Auseinandersetzung geraten sein soll. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt habe daraufhin die Festnahme des jungen Mannes angeordnet, um die weiteren Tatumstände aufzuklären. Der 18-Jährige habe noch am Sonntag an seinem Wohnort im Main-Taunus-Kreis widerstandslos festgenommen werden können, berichtete die Polizei am gleichen Tag.
Erkenntnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung
Die am Montagmorgen durchgeführte gerichtsmedizinische Untersuchung des Toten habe dann aber ergeben, dass dessen schweren Kopfverletzungen nicht durch eine körperliche Auseinandersetzung mit dem 18-jährigen Tatverdächtigen entstanden seien.
In Folge dieser Untersuchungsergebnisse und der seit Beginn der Ermittlungen erlangten Erkenntnisse gingen die Ermittler aktuell davon aus, dass der 19-Jährige die betreffende Wohnung nach dem Streit zu Fuß verließ und später aus großer Höhe herabgestürzt sei, heißt es in der Polizeimeldung. Hierbei zog er sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die tödlichen Verletzungen zu.
18-Jähriger aus der Haft entlassen
Der 18-Jährige wurde noch am Montag aus der Haft entlassen. Die Ermittlungen zum Hergang des Unfallgeschehens dauern weiter an, so die Polizei
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Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt
