Am Erlenbruch im Marathon-Einsatz saniert

01.06.2026
MAXLOK-Redaktion


In 31 Stunden rund 500 Meter neue Fahrbahn

RIEDERWALD - Mit einer auf 31 Stunden verdichteten Großbaustelle hat die Stadt Frankfurt die Fahrbahn der Straße Am Erlenbruch im Frankfurter Osten umfassend saniert. Zwischen Samstagabend und Montagmorgen wurde auf dem Abschnitt zwischen der Brücke der A661 und der Rümelinstraße die Asphaltdecke erneuert. Ziel der Maßnahme war es, die Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Stadt kurzfristig wiederherzustellen.
 
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Zwei Fertiger-Maschinen bringen nebeneinander und unter Hochdruck die Schichten für die neue Fahrbahn auf. Foto: Stadt Frankfurt / Isaak Papadopoulos
 
Auf einer Länge von rund 500 Metern erneuerten die beauftragten Unternehmen etwa 4.000 Quadratmeter Fahrbahnfläche. Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) konzentrierte die Arbeiten bewusst auf ein Wochenende und setzte mehrere Kolonnen im Schichtbetrieb ein, um die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten. Zum Einsatz kamen Großfräsen, Straßenfertiger und Walzenzüge, die parallel arbeiteten.
 
Zunächst wurde die beschädigte Asphaltdecke großflächig abgefräst. Anschließend erfolgte der Einbau von insgesamt rund 1.200 Tonnen neuer Asphaltdeck- und Binderschichten. Ein Teil des verwendeten Materials stammt aus Recyclingprozessen. Nach Angaben der Stadt wurden rund 20 Prozent recycelter Asphalt aus anderen Baumaßnahmen wiederverwendet.
 

Neue Deckschicht soll auch Fahrgeräusche reduzieren

Bei der Sanierung setzte die Stadt erstmals in größerem Umfang auf temperaturabgesenktes Asphaltmischgut. Während herkömmlicher Asphalt mit etwa 180 Grad eingebaut wird, lag die Verarbeitungstemperatur diesmal bei rund 150 Grad. Dadurch konnten die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten verbessert und der CO₂-Ausstoß nach Angaben des ASE um etwa vier Tonnen reduziert werden. Zudem verkürzte sich die Abkühlzeit, sodass die Straße schneller wieder freigegeben werden konnte.
 
Neben der eigentlichen Fahrbahnsanierung wurden auch Sinkkästen und Schachtabdeckungen reguliert sowie Naturbordsteine angepasst. Die neue Deckschicht soll die Griffigkeit verbessern, Fahrgeräusche reduzieren und die Entwässerung optimieren. Die darunterliegende Binderschicht stabilisiert den Straßenkörper und erhöht dessen Belastbarkeit.
 

Sanierung war unumgänglich

Die Sanierung war nach Angaben der Stadt notwendig geworden, weil sich der Zustand der Fahrbahn trotz wiederholter Reparaturen in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert hatte. Insbesondere Frost-Tau-Wechsel im Winter 2025/26 hätten zusätzliche Schäden verursacht. Auch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung hätten den Handlungsbedarf bestätigt.
 
Ursprünglich war vorgesehen, die Arbeiten mit den Planungen rund um den Riederwaldtunnel zu koordinieren. Da sich das Tunnelprojekt jedoch weiterhin verzögert und ein endgültiger Zeitplan nicht feststeht, entschied sich die Stadt für eine eigenständige Sanierung.
 

Zentrale Verbindungsachse im Frankfurter Osten

Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert betonte, weiteres Abwarten sei angesichts der Verkehrssicherheitslage nicht mehr vertretbar gewesen. Die Maßnahme stellt nach Angaben der Stadt allerdings keine endgültige grundhafte Erneuerung der Straße dar. Vielmehr soll die neue Fahrbahndecke die wichtige Verkehrsachse für die kommenden Jahre funktionsfähig halten, bis eine umfassende Gesamtmaßnahme umgesetzt werden kann.
 
Die Straße Am Erlenbruch ist eine zentrale Verbindung zwischen den Stadtteilen Seckbach, Riederwald und Bornheim sowie zur Autobahn A661. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Verkehrsbelastung dort deutlich gestiegen. Gründe sind unter anderem das Wachstum der Gewerbe- und Einzelhandelsstandorte rund um die Borsigallee und das Hessen-Center, zunehmender Lieferverkehr sowie ein wachsender Pendlerstrom aus dem Frankfurter Osten und dem Main-Kinzig-Kreis. 
 

MAXLOK-Fakten

  • Schnellsanierung abgeschlossen: Die Fahrbahndecke der Straße Am Erlenbruch wurde innerhalb von 31 Stunden auf rund 500 Metern Länge erneuert.
  • Verkehrssicherheit im Fokus: Die Stadt reagierte auf zunehmende Straßenschäden und zahlreiche Beschwerden aus der Bevölkerung.
  • Nachhaltiger Asphalteinbau: 20 Prozent Recyclingasphalt sowie temperaturabgesenkter Asphalt reduzierten Materialverbrauch und CO₂-Ausstoß.
  • Brückenlösung bis zur Gesamterneuerung: Die Maßnahme ersetzt nicht die spätere grundhafte Erneuerung, soll die wichtige Verkehrsachse aber für mehrere Jahre sichern.
  • Die Kosten für die Wochenend-Sanierung belaufen sich auf rund 500.000 Euro.
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Quellen: Presse- und Informationsamt; Mobilitätsdezernat; Amt für Straßenbau