Nippon Connection gestartet: Frankfurt im Japan-Fieber

04.06.2026
MAXLOK-Redaktion


FRANKFURT - Halbzeit bei der Nippon Connection: Seit Dienstag läuft in Frankfurt die 26. Ausgabe des weltweit größten Festivals für japanisches Kino. Noch bis Sonntag, 7. Juni, verwandeln sich 13 Veranstaltungsorte in der Stadt in Treffpunkte für Filmfans, Kulturliebhaber und Japan-Interessierte. Mit 145 Kurz- und Langfilmen, 87 Veranstaltungen im Rahmenprogramm und rund 200 anwesenden Filmschaffenden sowie Künstlerinnen und Künstlern präsentiert das Festival nach Angaben der Veranstalter seine bislang umfangreichste Ausgabe.
 
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Bei den Dreharbeiten zur Tagikomödie "Fujiko" mit Schauspielerin Juki Katayama. Der Film von Regisseur Taichi Kimura eröffnete das sechstägige Filmfestival.  Foto: Veranstalter Nippon Connection
 
Bereits zum dritten Festivaltag zeichnet sich ab, dass die Nippon Connection ihre Rolle als kulturelles Aushängeschild Frankfurts weiter ausbaut. Das Festival gilt als größte Plattform für japanisches Kino weltweit und zählt zu den besucherstärksten Filmfestivals Hessens. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 20.000 Besucherinnen und Besucher zu den Veranstaltungen.
 

Deutschlandpremiere zum Auftakt

Die Eröffnung am Dienstagabend stand ganz im Zeichen aktueller Filmkunst aus Japan. Im Künstler*innenhaus Mousonturm wurde die Tragikomödie „Fujiko" von Regisseur Taichi Kimura als Deutschlandpremiere gezeigt. Der Film erzählt die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter, die sich im patriarchal geprägten Japan der 1970er- und 1980er-Jahre behaupten muss.
 
Erst vor wenigen Wochen war „Fujiko" beim Far East Film Festival im italienischen Udine ausgezeichnet worden. Zeitgleich startete im naxos.Kino die Dokumentation „Numakage Public Pool", die sich mit der Schließung eines beliebten Freibads in Japan beschäftigt. Beide Produktionen wurden von ihren Filmschaffenden persönlich vorgestellt.
 

Längst nicht nur Filmfestival

Doch die Nippon Connection versteht sich längst nicht mehr nur als Filmfestival. Rund um die Vorführungen lädt ein umfangreiches Kulturprogramm dazu ein, Japan mit allen Sinnen zu erleben. Auf dem Festivalgelände zwischen Künstler*innenhaus Mousonturm und Produktionshaus NAXOS können Besucher kostenlos den japanischen Markt mit Kunsthandwerk, Design- und Essensständen besuchen. Hinzu kommen Konzerte, Workshops, Vorträge, Ausstellungen und Mitmachangebote. Bereits zum Auftakt standen traditionelle Tänze aus Okinawa, Begegnungen mit einem Sumo-Ringer sowie Retro-Gaming auf historischen Röhrenfernsehern auf dem Programm.
 
Die diesjährige Ausgabe profitiert auch von der aktuellen internationalen Aufmerksamkeit für das japanische Kino. Japan war 2026 Gastland der Filmfestspiele von Cannes, zugleich verzeichnet die japanische Filmbranche derzeit eine hohe internationale Präsenz. Dies spiegelt sich auch im Frankfurter Programm wider, das zahlreiche Premieren umfasst: Gezeigt werden unter anderem sieben Weltpremieren, 28 internationale Premieren, neun Europapremieren und 38 Deutschlandpremieren.
 

Auszeichnung für Animationskurzfilme

Neu ist zudem der „Nippon Animation Shorts Award", mit dem erstmals ein Wettbewerb für japanische Animationskurzfilme ausgeschrieben wurde. Die Auszeichnung soll junge Talente fördern und wird am Samstagabend im Mousonturm verliehen.
 
Für Frankfurt hat sich die Nippon Connection längst zu einem festen Bestandteil des Kulturkalenders entwickelt. Was im Jahr 2000 als studentische Initiative begann, ist heute ein internationales Festival mit Strahlkraft weit über die Region hinaus. Noch bis Sonntag bietet es Gelegenheit, aktuelle Tendenzen des japanischen Films kennenzulernen und gleichzeitig Einblicke in Gesellschaft, Kultur und Alltagsleben Japans zu gewinnen.
 

MAXLOK-Fakten

  • Rekordausgabe des Festivals: 145 Filme, 87 Rahmenveranstaltungen und rund 200 Gäste aus Film und Kultur machen die 26. Nippon Connection zur bislang größten Ausgabe.
  • Japanisches Kino im Fokus: Zahlreiche Deutschland-, Europa- und Weltpremieren zeigen aktuelle Entwicklungen des japanischen Films.
  • Mehr als Kino: Markt, Konzerte, Workshops, Ausstellungen und kulinarische Angebote vermitteln japanische Kultur auch außerhalb der Kinosäle.
  • Internationale Bedeutung: Die Nippon Connection gilt als weltweit größte Plattform für japanisches Kino und zog 2025 mehr als 20.000 Besucher an.  
 

MAXLOK-Service

  • Veranstaltung: 26. Nippon Connection Filmfestival
  • Zeitraum: 2. bis 7. Juni 2026
  • Ort: 13 Veranstaltungsorte in Frankfurt am Main
  • Festivalzentren: Künstler*innenhaus Mousonturm und Produktionshaus NAXOS
  • Programm: 145 Filme, 87 Kulturveranstaltungen
  • Besonderheiten: Japanischer Markt, Konzerte, Workshops, Vorträge, Ausstellungen, Open-Air-Angebote
  • Erwartete Gäste: Rund 200 Filmschaffende und Künstlerinnen/Künstler
  • Tickets & Programm:  www.nipponconnection.com
  • Festivalende: Sonntag, 7. Juni 2026 
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Quellen: Nippon Connection; Presse- und Informationsamt Frankfurt