Kinderrechte und Klimaschutz: Schüler präsentieren Botschaften vor Paulskirche
INNENSTADT - Mit einer großen Plakatausstellung und der Verleihung von Nachhaltigkeitsdiplomen haben rund 500 Frankfurter Grundschulkinder das Ende des diesjährigen „Schuljahres der Nachhaltigkeit" gefeiert. Auf dem Paulsplatz präsentierten Schülerinnen und Schüler aus zehn Schulen ihre Ideen und Erkenntnisse zu Kinderrechten, Klimaschutz und nachhaltigem Handeln. Die Veranstaltung war zugleich Teil der städtischen Kinderrechtskampagne „Stadt der Kinder".
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Frieden und Klimaschutz waren zwei Themen, die von den Schülern vor der Paulskirche dargestellt wurden. Foto: Umweltlernen in Frankfurt
Zwischen den Platanen des Paulsplatzes zeigten die Kinder auf selbst gestalteten Plakaten, womit sie sich während des Schuljahres beschäftigt hatten. Die Botschaften reichten von Forderungen nach mehr Umweltschutz bis hin zu Hinweisen auf die Rechte von Kindern. Slogans wie „Kinder haben das Recht, ihre Meinung zu sagen!" oder „Achtet auf unsere Erde – für unsere Zukunft!" machten deutlich, wie eng die Themen Nachhaltigkeit und Kinderrechte für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammenhängen.
Schuljahr der Nachhaltigkeit
Bildungsdezernentin Sylvia Weber betonte bei der Abschlussveranstaltung die Bedeutung einer frühen Auseinandersetzung mit globalen Herausforderungen. Kinder hätten ein Recht auf Bildung, Gesundheit und eine intakte Umwelt. Angesichts von Armut, Umweltzerstörung und den Folgen des Klimawandels sei es wichtig, Verantwortung zu übernehmen und Wege für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft aufzuzeigen. Das „Schuljahr der Nachhaltigkeit" biete dafür einen geeigneten Rahmen.
Während des Programms beschäftigten sich die Kinder mit konkreten Fragen des Alltags. Sie lernten beispielsweise, wie Abfall vermieden werden kann, welchen Wasserverbrauch die Herstellung eines T-Shirts verursacht oder wie energiesparendes Verhalten zum Klimaschutz beiträgt. Auch Themen wie fairer Handel und globale Gerechtigkeit standen auf dem Lehrplan. So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie fair gehandelte Produkte dazu beitragen können, die Bildungsrechte von Kindern in anderen Ländern zu stärken.
Zum Rahmenprogramm gehörten musikalische Beiträge der Henri-Dunant-Schule und der Liebfrauenschule. Anschließend überreichten Vertreterinnen des Bildungsdezernats und der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) die Nachhaltigkeitsdiplome an die teilnehmenden Schulen. Die FES unterstützt das Projekt seit vielen Jahren und sieht in der Umweltbildung von Kindern einen wichtigen Beitrag für einen bewussten Umgang mit Ressourcen.
Kinder nehmen Zukunftsfragen ernst
Entwickelt wurde das „Schuljahr der Nachhaltigkeit" vom Verein Umweltlernen in Frankfurt. Das Bildungsprogramm wird seit 14 Jahren an Frankfurter Grundschulen umgesetzt und gilt als Vorreiter für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Aufgrund seines Erfolgs wurde das Konzept auch in die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen aufgenommen und über Frankfurt hinaus verbreitet.
Mit dem aktuellen Schuljahr endet das Programm jedoch in seiner bisherigen Form. Nach Angaben von Umweltlernen sollen die gesammelten Erfahrungen und Materialien jedoch erhalten bleiben. Der Verein arbeitet bereits an einem Nachfolgeformat, um Frankfurter Bildungseinrichtungen weiterhin bei der Entwicklung nachhaltiger Schulkonzepte zu unterstützen.
Die Abschlussfeier zeigte eindrucksvoll, wie ernst Kinder Zukunftsfragen nehmen. Für viele Passanten bot die Ausstellung Anlass zum Innehalten. Die Botschaften der jungen Frankfurter machten deutlich, dass nachhaltiges Handeln und die Wahrung von Kinderrechten nicht nur politische Themen sind, sondern bereits im Alltag beginnen.
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MAXLOK-Fakten
- Rund 500 Schülerinnen und Schüler aus zehn Frankfurter Grundschulen erhielten auf dem Paulsplatz ihre Nachhaltigkeitsdiplome.
- Die Kinder präsentierten in einer öffentlichen Plakatausstellung ihre Ergebnisse zu Kinderrechten, Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung.
- Das „Schuljahr der Nachhaltigkeit" wird seit 14 Jahren in Frankfurt durchgeführt und endet nun in seiner bisherigen Form.
- Die Inhalte sollen künftig in einem neuen Bildungsformat weitergeführt werden; das Projekt wurde über Frankfurt hinaus in die Nachhaltigkeitsstrategie Hessens aufgenommen.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt
