Task Force reinigt Frankfurts Papierkörbe

17.06.2026
MAXLOK-Redaktion


Fokus liegt auf Zeil und Innenstadt / Stadtweit 7000 Papierkörbe

FRANKFURT - Mit einer groß angelegten Reinigungsaktion in der Innenstadt setzt die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) gemeinsam mit den Umweltlotsen der Gesellschaft für Wiederverwendung und Recycling (GWR) ein Zeichen für mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum. In den kommenden Wochen werden die Teams entlang der Achse zwischen Konstablerwache und Alter Oper Papierkörbe gründlich reinigen. Parallel dazu entfernen die Umweltlotsen Aufkleber von Schildern, Ampeln und anderem städtischen Inventar.

Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Unterschiedliche Anforderungen erfordern unterschiedliche Papierkörbe.  FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler (l.),  Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, und Claudia Gabriel (r.), Leiterin der Stabsstelle Sauberes Frankfurt, präsentieren die verschiedenen im Stadtgebiet eingesetzten Papierkörbe. Foto: FES

Die Aktion ist Teil der Initiative „#cleanffm Express", einer Task Force, die 2021 vom Umweltamt und der Stabsstelle Sauberes Frankfurt eingerichtet wurde. Sie soll auf besondere Herausforderungen im Stadtbild reagieren und dort tätig werden, wo reguläre Reinigungsmaßnahmen allein nicht ausreichen.
 

Signal für Wertschätzung und Verantwortung

Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez dankte den Beschäftigten von FES und GWR für ihren Einsatz. Sauberkeit in der Stadt sei das Ergebnis verlässlicher öffentlicher Dienstleistungen, engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eines verantwortungsvollen Umgangs aller Bürgerinnen und Bürger mit dem öffentlichen Raum. Die laufenden Maßnahmen würden nicht nur das Erscheinungsbild verbessern, sondern auch ein sichtbares Signal für Wertschätzung und Verantwortung setzen.
 
Auch Claudia Gabriel, Leiterin der Stabsstelle Sauberes Frankfurt, betonte die Bedeutung einer abgestimmten Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Die Nutzung des öffentlichen Raums habe sich in den vergangenen Jahren verändert. Auf solche Entwicklungen müsse die Stadt flexibel reagieren können. Die aktuelle Reinigungsaktion zeige, wie wirksam gemeinsame Anstrengungen von Stadtverwaltung, Entsorgungsunternehmen und sozialen Trägern seien.
 
Hintergrund der verstärkten Maßnahmen ist eine zunehmende Belastung der Papierkörbe im Stadtgebiet. Nach Angaben der Stadt hat die Verschmutzung in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen. Verantwortlich dafür sei unter anderem die stärkere Verlagerung von Freizeitaktivitäten in den öffentlichen Raum. Besonders To-Go-Verpackungen wie Kaffeebecher, Pizzakartons oder Getränkeflaschen sorgen vielerorts für überfüllte oder verschmutzte Abfallbehälter.
 
FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler verwies darauf, dass sich die Anforderungen an die Stadtreinigung dadurch verändert hätten. Nicht jede Form von Verpackungsmüll passe in die vorhandenen Papierkörbe. Deshalb beobachte die FES die Entwicklungen in den einzelnen Stadtteilen genau, um geeignete Behältergrößen und -modelle an den jeweiligen Standorten einzusetzen. Die Ausstattung der Stadt werde kontinuierlich weiterentwickelt, um den veränderten Nutzungsgewohnheiten gerecht zu werden.
 

Täglich drei- bis fünfmal geleert

Insgesamt betreut die FES rund 7.000 Papierkörbe im gesamten Frankfurter Stadtgebiet. Die Leerung erfolgt abhängig vom Reinigungsintervall der jeweiligen Straße mindestens einmal pro Woche, in stark frequentierten Bereichen jedoch deutlich häufiger. Besonders hoch ist der Aufwand auf der Zeil: Dort werden die Papierkörbe an sieben Tagen in der Woche zwischen drei- und fünfmal täglich geleert.
 
Mit der aktuellen Schwerpunktaktion in der Innenstadt wollen Stadt und Entsorgungsbetriebe dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität in einem der am stärksten genutzten Bereiche Frankfurts zu verbessern. Gleichzeitig appellieren die Verantwortlichen an die Bürger, durch einen sorgfältigen Umgang mit dem öffentlichen Raum selbst zu einem sauberen Stadtbild beizutragen.
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Quellen: Presse- und Informationsamt Frankfurt, Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES)