"Zwei Opfer in letzter Minute gerettet"

02.07.2026
MAXLOK-Redaktion


Feuerwehr bekämpft Hausbrand im Gallus mit 200 Einsatzkräften
 
GALLUS - Ein Wohnungsbrand in einem Gebäude an der Schwalbacher Straße im Stadtteil Gallus forderte am Mittwochabend (1. Juli) insgesamt sechs verletzte Menschen. Zwei der Opfer konnten nach Angaben der Feuerwehr „in letzter Minute“ schwerverletzt gerettet werden.
 
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): 14 Einsatzfahrzeuge, schweres Löschgerät und 200 Einsatzkräfte - der Hausbrand im Gallus forderte bei hohen Außentemeraturen einen Großeinsatz der Feuerwehren. Foto: Feuerwehr Frankfurt
 
Das Feuer war in dem Wohnhaus im zweiten Obergeschoss ausgebrochen und hatte schnell auf das dritte Obergeschoss und das Dachgeschoss übergegriffen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass noch mehrere Menschen im Gebäude waren. Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Personenrettung.

Aufgrund der starken Ausbreitung von Feuer und Rauch gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Darüber hinaus erschwerten die hohen Außentemperaturen die Arbeit der Einsatzkräfte und erforderten einen häufigen Wechsel an Personal.


Enge Zusammenarbeit mit Polizei rettet Leben

Die Rettung der vom Feuer eingeschlossenen Menschen ist auch dem Umstand zu Verdanken, dass die Polizei ein Notruf aus einer der Wohnungen im 3. Obergeschoss erreicht hatte. Durch die schnelle Kommunikation des Einsatzleiters der Polizei vor Ort konnten in letzter Sekunde zwei Personen gerettet werden. "Wir haben sofort reagiert und konnten die beiden gerade noch rechtzeitig aus der verrauchten Wohnung befreien. Eine Minute später wäre es zu spät gewesen", berichtet Andreas Lebéus, Fahrzeugführer auf einem der ersten beiden Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF) an der Einsatzstelle.

Erste schnelle Löschmaßnahmen konnten verhindern, dass Feuer und Rauch auf die beiden direkt angrenzende Gebäude übergriffen. Die Brandbekämpfung wurde sowohl von außen über zwei Drehleitern als auch über den Innenangriff vorgenommen. Das Feuer ging nicht nur auf das darüberliegende Geschoss, sondern auch auf das Dämmmaterial des Dachs über. Die Dachhaut musste zu großen Teilen geöffnet werden, um Glutnester zu löschen.
 

Personalintensiver Einsatz

Insgesamt waren rund 200 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst in den Einsatz eingebunden. 14 Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten die hauptamtlichen Einsatzkräfte. Der hohe Personaleinsatz und die lange Einsatzdauer bedeuten auch einen großen logistischen Aufwand. Atemschutzgeräte, Feuerschutzkleidung und Material müssen zügig einsatzbereit gemacht werden.

"Nach einsatzreichen Tagen aufgrund der Hitzewelle am vergangenen Wochenende galt es heute einen großen Brandeinsatz zu bewältigen. Ich bin dankbar, dass die Einsatzkräfte die betroffenen Menschen so schnell retten konnten und die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die hauptamtlichen Einsatzkräfte bei den langwierigen Löscharbeiten unterstützt haben", betont Sicherheitsdezernentin Annette Rinn.

Die Kräfte der Feuerwehr waren in den Abend hinein mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Das Gebäude ist nach Angaben der Feuerwehr vorerst nicht bewohnbar.
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Quellen: Branddirektion Frankfurt; Polizeipräsidium Frankfurt