Christopher Street Day bringt Innenstadt und Nahverkehr in Bewegung
FRANKFURT - Der Christopher Street Day (CSD) macht Frankfurt seit Donnerstag zum Treffpunkt der queeren Community. Unter dem Motto „Demokratie braucht keine Alternative!" stehen bis Sonntag, 19. Juli, politische Forderungen, Kultur und Begegnung im Mittelpunkt. Erwartet werden zur Demonstration am Samstag, 18. Juli rund 25.000 Menschen. Damit zählt der Frankfurter CSD zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Toleranz, Offenheit und Stolz sind Werte, die in diesen Tagen in Frankfurt wieder besonders im Vordergrund stehen. Foto über Pexels
Veranstaltungsort ist erneut das nördliche Mainufer zwischen Eisernem Steg und Mainkai. Neben einem Bühnenprogramm mit Musik, Talkrunden und Performances lädt die sogenannte Infostraße dazu ein, queere Initiativen und Organisationen kennenzulernen. Vor dem Historischen Museum entsteht erneut ein Familienbereich. Für besondere Akzente im Stadtbild sorgen die Beleuchtung des Eisernen Stegs und des Europaturms in Regenbogenfarben.
Kundgebung vor dem Römer
Höhepunkt des Wochenendes ist die CSD-Demonstration am Samstag. Sie beginnt um 11.30 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Römerberg. Dort wird Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff die Pride-Progress-Flagge am Balkon des Römers hissen. Anschließend setzt sich der Demonstrationszug gegen 12.30 Uhr durch die Innenstadt in Richtung Schaumainkai in Bewegung.
Oberbürgermeister Mike Josef bezeichnet das diesjährige Motto als klares Bekenntnis zu Demokratie, Vielfalt und den gemeinsamen europäischen Werten. Der Christopher Street Day sei weit mehr als ein Straßenfest: Er stehe für eine offene Stadtgesellschaft und erinnere daran, dass Freiheit und Teilhabe immer wieder verteidigt werden müssten.
Auch Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg unterstreicht die politische Bedeutung der Veranstaltung. Demokratie schütze die Rechte von Minderheiten und bilde die Grundlage dafür, gesellschaftliche Vielfalt sichtbar zu machen. Frankfurt engagiere sich unter anderem als Mitglied des internationalen Netzwerks „Rainbow Cities" sowie mit dem städtischen Aktionsplan für Schutz, Akzeptanz und Vielfalt.
Sichtbarkeit braucht Mut
Der CSD bildet zugleich den Höhepunkt des vierten Frankfurter Pride Month. Unter dem Motto „Out loud. Out Proud! – Sichtbarkeit braucht Mut" finden seit Wochen mehr als 40 Veranstaltungen in elf Stadtteilen statt. Organisiert wird der Pride Month von der städtischen Stabsstelle Antidiskriminierung.
Auch zahlreiche Beschäftigte der Stadtverwaltung wollen sich an der Demonstration beteiligen. Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten organisiert erneut eine Laufgruppe unter dem Motto „Vielfalt ist bei uns alltäglich". Bereits im vergangenen Jahr nahmen mehr als 100 Mitarbeitende aus über 30 Ämtern und städtischen Betrieben teil.
Auswirkungen auf den Nahverkehr
Mit der Großveranstaltung sind am Samstag erhebliche Auswirkungen auf den Nahverkehr verbunden. Während U- und S-Bahnen regulär verkehren und die Linien U4 und U6 mit längeren Zügen unterwegs sind, werden mehrere Straßenbahn- und Buslinien umgeleitet oder zeitweise geteilt. Betroffen sind unter anderem die Straßenbahnlinien 11, 12, 14 und 18 sowie die Buslinien 30 und M36. Der Ebbelwei-Expreß bleibt im Depot.
Als Alternative innerhalb der Innenstadt empfehlen die Verkehrsbetriebe die U-Bahnlinien U4 und U5 sowie die S-Bahnen. Aktuelle Verbindungen und Fahrplanänderungen sind über die RMV-App und die Online-Fahrplanauskunft abrufbar.
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MAXLOK-Fakten
- Der Christopher Street Day findet von Donnerstag bis Sonntag am Mainufer unter dem Motto „Demokratie braucht keine Alternative!" statt.
- Zur Demonstration am Samstag werden rund 25.000 Teilnehmende erwartet; sie beginnt um 11.30 Uhr auf dem Römerberg.
- Der CSD ist Höhepunkt des Frankfurter Pride Month mit mehr als 40 Veranstaltungen in elf Stadtteilen.
- Wegen der Demonstration kommt es am Samstag zu umfangreichen Änderungen bei Straßenbahnen und Bussen; U- und S-Bahnen bleiben die wichtigsten Alternativen.
MAXLOK-Service
Christopher Street Day Frankfurt
- Wann:Donnerstag, 16. Juli, bis Sonntag, 19. Juli
- Wo: Nördliches Mainufer zwischen Eisernem Steg und Mainkai
- Demonstration: Samstag, 11.30 Uhr Kundgebung auf dem Römerberg, Demonstrationszug ab 12.30 Uhr
- Programm: Bühnen, Infostraße, Familienbereich, Pride Month-Veranstaltungen
- Verkehr: Einschränkungen bei mehreren Straßenbahn- und Buslinien; U- und S-Bahnen fahren regulär
- Weitere Informationen: Programm und aktuelle Hinweise auf der Website des CSD Frankfurt
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt; Verkehrsgesellschaft Frankfurt; CSD Frankfurt;