Geflüchtete berichten von ihren Exilerfahrungen / Drei Abende über Verlust und Neuanfang
FRANKFURT - Flucht, Verlust der Heimat und der Versuch eines Neuanfangs stehen im Mittelpunkt einer Gesprächsreihe in der Bibliothek der Generationen im Historischen Museum Frankfurt. Unter dem Titel „Frei sein!“ veranstaltet sie gemeinsam mit der Volkshochschule Frankfurt im Rahmen der Tage des Exils drei Abende, die historische und aktuelle Erfahrungen miteinander verbinden.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Besucher in der Bibliothek der Generationen im Historischen Museum. Foto: HMF / Stefanie Kösling
Den Auftakt bildet am Donnerstag, 27. August, um 17 Uhr ein Gespräch über Menschen, die vor dem NS-Regime fliehen mussten. Im Mittelpunkt steht die Biografie von Uri Sella, der mit einem Kindertransport nach Großbritannien entkam und später nach Israel auswanderte. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.
Biografische Brüche, aber auch neue Chancen
Am Sonntag, 30. August, richtet sich der Blick auf „Frankfurt als Ort des Exils heute“. Asal Khosravi und Lea Lustyková berichten von ihrer Flucht aus dem Iran beziehungsweise der Tschechoslowakei und vom Ankommen in einer neuen Heimat. Dabei geht es um Verluste und biografische Brüche, aber auch um neue Chancen.
Erfahrungen von DDR-Flüchtlingen stehen am Donnerstag, 3. September, im Mittelpunkt. Steffi Barthel, Doris Illian und Marie-Luise Leberke sprechen über ihre unterschiedlichen Gründe, die DDR zu verlassen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche Bedeutung Sprache für Flucht, Heimat und Identität hat.
Bibliothek der Generationen
Die Bibliothek der Generationen greift damit ein Thema auf, das sich auch in zahlreichen dort gesammelten Lebensgeschichten wiederfindet. Die Gespräche sind kostenfrei, für die beiden noch verfügbaren Termine ist eine Anmeldung erforderlich.
MAXLOK-Service
- Was: Gesprächsreihe „Frei sein!“ im Rahmen der Tage des Exils 2026
- Wo: Bibliothek der Generationen, Historisches Museum Frankfurt, großes Ausstellungshaus, Ebene 3
- Termine: 27. August, 17 Uhr (ausgebucht); 30. August; 3. September
- Themen: NS-Verfolgung und Exil, Frankfurt als heutiger Exilort, Erfahrungen von DDR-Flüchtlingen
- Kosten: Veranstaltungen kostenfrei; Museumseintritt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro
- Anmeldung: Für die Veranstaltungen am 30. August und 3. September erforderlich
- Tage des Exils: 20. August bis 6. September 2026
-----------
Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt; Historisches Museum Frankfurt;

