Nach Airport-Fällen mit zwei Toten - Malaria-Infektionen weiten sich auf Flughafenumfeld aus
FRANKFURT - Das Malaria-Geschehen rund um den Frankfurter Flughafen hat sich ausgeweitet. Das Gesundheitsamt meldet zwei weitere Fälle von Malaria tropica. Die beiden Betroffenen leben in Schwanheim und damit in unmittelbarer Nähe des Airports. Anders als bei den sechs bislang bekannten Erkrankungen arbeiten sie jedoch nicht am Flughafen. Auch eine vorherige Reise in ein Malaria-Endemiegebiet gab es nach Angaben der Behörde nicht.
Wohnumfeld des Flughafens im Fokus
Damit rückt bei den Untersuchungen nun erstmals auch das Wohnumfeld des Flughafens stärker in den Fokus. Das Gesundheitsamt hat die Kassenärztliche Vereinigung Hessen und die zuständigen Infektionsschutzbehörden über die Entwicklung informiert. Ärzte und Klinikpersonal sollen bei Patienten mit unklarem Fieber eine Malaria-Erkrankung auch dann in Betracht ziehen, wenn keine vorherige Reise in ein Risikogebiet vorliegt. Das gilt besonders für Menschen, die am oder im Umfeld des Flughafens arbeiten, sich dort aufgehalten haben oder in der Nähe wohnen.
Tragische Entwicklung bisher
MAXLOK-Fakten
- Zwei neue Fälle: Zwei Menschen aus Schwanheim sind an Malaria tropica erkrankt. Sie arbeiten nicht am Flughafen und waren zuvor nicht in einem Malaria-Endemiegebiet.
- Ursache noch offen: Das Gesundheitsamt untersucht, wie es zu den Infektionen kam und ob ein Zusammenhang mit den bisherigen Flughafenfällen besteht.
- Bereits zwei Todesfälle: Seit Juli waren zuvor sechs Menschen mit beruflichem Bezug zum Flughafen erkrankt; zwei von ihnen starben. maxlok.city
- Keine Ansteckung im Alltag: Malaria wird im normalen Alltagskontakt nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Die Behörde ruft Menschen im Flughafenumfeld bei unklarem Fieber dennoch zu erhöhter Aufmerksamkeit auf.
MAXLOK-Service
- Erkrankung: Malaria tropica
- Erreger: Plasmodium falciparum
- Aktuell neu: zwei Fälle in Frankfurt-Schwanheim
- Symptome: insbesondere Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden
- Wichtig: Bei entsprechenden Beschwerden im Flughafenumfeld zeitnah ärztlichen Rat einholen und auf Wohnort beziehungsweise Aufenthalt nahe dem Flughafen hinweisen.
- Hotline des Gesundheitsamtes: 069/212-30030
- Übertragung: im Alltag nicht von Mensch zu Mensch; typischerweise durch den Stich einer infizierten Mücke.
- Weitere Informationen: FAQ des Frankfurter Gesundheitsamtes zur Flughafenmalaria
