Flughafen-Malaria: Einer der beiden infizierten Patienten aus Schwanheim ist gestorben
FRANKFURT - Einer der beiden zuletzt in Frankfurt-Schwanheim an Malaria tropica erkrankten Menschen ist gestorben. Das teilten das Frankfurter Gesundheitsamt und die behandelnde Universitätsmedizin Frankfurt am Donnerstag (17. September) mit. Damit sind im Zusammenhang mit dem aktuellen Malaria-Geschehen rund um den Frankfurter Flughafen inzwischen drei Todesfälle bekannt.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Gefährliche Fracht - womöglich aus fernen Ländern eingeschleppte Malariamücken haben für mehrere Infektionen am Flughafen und im benachbarten Stadtteil Schwanheim gesorgt. Foto: AdobeStock111872748
Die verstorbene Person gehörte zu den beiden Fällen, über die das Gesundheitsamt Anfang der Woche informiert hatte. Beide Betroffenen lebten in Schwanheim in unmittelbarer Nähe zum Flughafen. Bemerkenswert ist, dass sie weder am Airport arbeiteten noch zuvor ein Malaria-Endemiegebiet bereist hatten. Bei beiden wurde der Erreger Plasmodium falciparum nachgewiesen, der die gefährliche Malaria tropica verursacht.
Infektionen weiter unklar
Wie es zu den Infektionen kam, wird weiter untersucht. Im Fokus steht die sogenannte Flughafen-Malaria. Dabei können infizierte Anophelesmücken beispielsweise mit Flugzeugen aus Malariagebieten eingeschleppt werden und anschließend Menschen am Flughafen oder in dessen Umgebung stechen.
Bereits im Sommer waren sechs Beschäftigte des Frankfurter Flughafens an Malaria tropica erkrankt. Zwei von ihnen starben. Die vier übrigen konnten nach Angaben des Gesundheitsamtes aus der stationären Behandlung entlassen werden. Damit sind seit dem Sommer insgesamt acht Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Flughafen beziehungsweise dessen Umfeld bekannt geworden. Drei davon verliefen tödlich.
Seit Bekanntwerden der beiden Schwanheimer Fälle wurden dem Gesundheitsamt nach eigenen Angaben keine weiteren Malaria-Infektionen gemeldet.
Gesundheitsamt ruft zu erhöhter Aufmerksamkeit auf
Die Behörde ruft dennoch zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Ärztinnen und Ärzte sollen bei unklarem Fieber eine Malariaerkrankung auch dann in Betracht ziehen, wenn die Patienten zuvor nicht in einem Endemiegebiet waren. Das gilt insbesondere für Menschen, die am Flughafen oder in dessen Umgebung arbeiten, sich dort aufhalten oder in Flughafennähe wohnen.
Auch Bewohner sollen bei entsprechenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen und ausdrücklich darauf hinweisen, wenn sie in der Nähe des Flughafens wohnen oder arbeiten. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch findet im normalen Kontakt nicht statt.
Für Fragen hat das Gesundheitsamt weiterhin eine Hotline eingerichtet.
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MAXLOK-Service
- Aktueller Stand: acht bekannt gewordene Infektionen seit dem Sommer 2026, davon drei Todesfälle
- Neue Fälle: zwei Personen aus Schwanheim; eine davon inzwischen verstorben
- Erreger: Plasmodium falciparum – Malaria tropica
- Hotline Gesundheitsamt: 069 / 212-30030
- Erreichbarkeit: Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr
- Informationen: FAQ der Stadt Frankfurt zur Flughafen-Malaria
- Wichtig: Malaria wird nicht im normalen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Bei unklarem Fieber sollten Menschen mit Wohn-, Arbeits- oder Aufenthaltsort im Flughafenumfeld ihren Arzt ausdrücklich darauf hinweisen.
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Quellen: Presse- und Informationsamt; Uniklinikum Frankfurt;
