Ukraine-Hilfsgüter zerstört / Polizei geht von Brandstiftung aus
FRANKFURT - Nach dem Großbrand eines Lagers für Ukraine-Hilfsgüter im Frankfurter Stadtteil Dornbusch geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Aufgrund der dort gelagerten Spenden hat das Staatsschutzkommissariat die Ermittlungen aufgenommen. Ob die Tat politisch motiviert war, ist bislang ungeklärt.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Das Feuer in einem Gebäude an der Fritz-Tarnow-Straße erforderte einen Großeinsatz der Feuerwehr. Symbolbild über Pexels
Das Feuer war am frühen Freitagmorgen (9. Oktober) in einem Nebengebäude auf dem Gelände der Viktor-Frankl-Schule an der Fritz-Tarnow-Straße ausgebrochen. Gegen 2.30 Uhr wurde die Feuerwehr wegen Brandgeruchs alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Flammen. Dichter Rauch stieg auf.
300 Einsatzkräfte an Löscharbeiten beteiligt
Mehr als 300 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt. Neben Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr unterstützten das Technische Hilfswerk sowie die Werkfeuerwehren von Infraserv Höchst und des Frankfurter Flughafens den Großeinsatz. Besonders aufwendig gestalteten sich die Nachlöscharbeiten. Über Stunden mussten die Einsatzkräfte verbranntes Material aus dem Lager räumen, um versteckte Glutnester abzulöschen. Erst gegen 21 Uhr war der Einsatz nach rund 19 Stunden beendet.
Verletzt wurde niemand. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über Warn-Apps informiert. Eine Gesundheitsgefahr bestand laut Feuerwehr nicht. Frankfurts Sicherheitsdezernent Martin-Benedikt Schäfer zeigte sich betroffen über die Zerstörung der Hilfsgüter und bekräftigte die Solidarität der Stadt mit der Ukraine. Betroffen ist die Hilfsinitiative „Frankfurt for Ukraine“. Für den 16. Oktober war ein Hilfstransport in die ukrainischen Regionen Sumy und Charkiw geplant. Durch den Brand ist dieser Transport gefährdet.
Die Kriminalpolizei bittet Zeugen um Hinweise unter 069 / 755-54099.
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Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt; Branddirektion Frankfurt; Presse- und Informationsamt Frankfurt;
