FRANKFURT - Am Lucae-Brunnen auf dem Opernplatz ist die diesjährige Brunnensaison am Mittwoch (15. April) gestartet worden. Vor dem Brunnen, der von vielen Frankfurtern als schönster und imposantester Brunnen der Stadt angesehen wird, gab die zuständige Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Ina Hartwig, das traditionelle Kommando „Wasser marsch“. Bis auf wenige Ausnahmen sind stadtweit nun die Brunnen und Wasserspiele aktiviert und werden mit ihrem kühlenden Nass zum besonderen Flair der Stadt beitragen.
Ansicht oben: Am Lucae-Brunnen vor der Alten Oper wurde die Brunnensaison gestartet. Foto: Pexels
Hartwig erinnerte an die lange Geschichte der Brunnen in Frankfurt, die bis in die Römerzeit zurückreiche. Und auch wenn sie heute nicht mehr lebensnotwendige Wasserspender seien, spielten sie doch nach wie vor eine große Rolle für die Freizeit und Lebensqualität in der Stadt, bekräftigte die Dezernentin.
Hartwig ist die "Brunnendezernentin"
In Frankfurt gibt es aktuell 150 städtische Brunnen, 40 davon werden vom Grünflächenamt betreut, 110 Brunnen, also der Großteil, vom Frankfurter Kulturamt. Daher wird Hartwig häufig inoffiziell auch „Brunnendezernentin" genannt.
Damit die Brunnen gut in Schuss bleiben, müssen einige von ihnen immer mal wieder repariert werden. Der Brunnen im Metzlerpark und der Florentinerbrunnen am Nebbienschen Gartenhaus müssen nach Angaben von Hartwig bald saniert werden. Die Planungen haben bereits begonnen. Beide seien daher dieses und nächstes Jahr nicht in Betrieb.
Aktuell werden der Brunnen am Weißen Stein und der Entenbrunnen in Sindlingen saniert. Die Arbeiten seien aber weit vorangeschritten, sodass beide Brunnen noch in diesem Sommer wieder in Betrieb gehen könnten, so das Kulturamt.
Die Brunnen-Saison wird jedes Jahr an einem anderen Brunnen eröffnet. Diesmal war wieder der Lucae-Brunnen an der Reihe; einer der größten Springbrunnen im Frankfurter Stadtgebiet und zentral gelegen auf dem Opernplatz.
MAXLOK-Hintergrund
- Der Lucae-Brunnen wurde aus 120 Tonnen schwerem Reinersreuther Edelgelbem Granit gemeißelt.
- Er wurde 1983 in Betrieb genommen, 2010 ist er saniert worden.
- Die Basis bildet das runde Becken, das einen beeindruckenden Durchmesser von 17 Metern hat.
- Die Brunnenschale liegt gute drei Meter hoch auf einer Säule und hat einen Durchmesser von fünf Metern.
- Der Lucae-Brunnen liegt direkt gegenüber der Alten Oper und sein Name ist eng mit deren Geschichte verbunden.
- Am 20. Oktober 1880 wurde hier das erste eigene Opernhaus der Stadt eingeweiht. Die Spielstätte wurde im Stil der Neurenaissance erbaut und gehörte zu den fortschrittlichsten Bauten ihrer Zeit. Den Theatersaal hat der Berliner Architekt Richard Lucae gestaltet.
- Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau des Gebäudes hat man sich dazu entschlossen nach Skizzen von Richard Lucae auch einen Brunnen auf dem Opernplatz zu errichten: Den heutigen Lucae-Brunnen.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt, Dezernat für Kultur und Wissenschaft
