Ausstellung zeigt Wege aus der überhitzten Stadt

21.06.2026
Von Bernd Günther


Grünere Plätze, weniger Hitze, neue Konzepte - DAM zeigt die Stadt der Zukunft

FRANKFURT - Der Zeitpunkt, zu dem die Ausstellung eröffnet, hätte nicht passender sein können. Der Blick auf die aktuellen Temperaturen -  die immer häufiger über die 30 Grad-Marke klettern - nötigt vor allem Städte, sich neu zu erfinden: mehr Schatten, mehr Grün, weniger versiegelte Flächen und ein anderer Umgang mit Wasser, Energie und Mobilität. Mit der Ausstellung „Too Hot – Heiße Städte, neue Wege" zeigt das Deutsche Architekturmuseum (DAM), wie europäische Städte auf die Folgen des Klimawandels reagieren. Die Schau ist vom 20. Juni 2026 bis zum 7. Februar 2027 in Frankfurt zu sehen.

Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Ein beispielhafter Weg ist der Rocafort Square in Barcelona - eine entsiegelte, begrünte Platzfläche in der Planstadt Eixample in Barcelona. Foto: DAM / Pol Viladoms
 
Hitzeperioden, Trockenheit, Wasserknappheit und Starkregen stellen Städte vor wachsende Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen in urbanen Räumen große Teile der weltweiten Emissionen – und damit auch ein wichtiger Ansatzpunkt für Veränderungen. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, wie Architektur, Stadtplanung und Gesellschaft auf diese Entwicklung reagieren können.
 

Beispiele aus 13 europäischen Städten

Im Mittelpunkt stehen Beispiele aus 13 europäischen Städten unterschiedlicher Klimazonen – von kleineren Kommunen bis zu großen Metropolen. Gezeigt werden bereits umgesetzte Bauprojekte, langfristige Stadtstrategien und Initiativen aus der Bevölkerung. Die Bandbreite reicht von begrünten Straßen und neuen Freiräumen über Regenwassermanagement bis hin zu Konzepten für klimafreundliche Energieversorgung und Mobilität.
 
Auch Frankfurt spielt in der Ausstellung eine Rolle. Die Mainmetropole wird als Beispiel für den Umgang mit dem Stadtklima präsentiert – unter anderem mit Blick auf den Frankfurter Grüngürtel und die Herausforderungen einer dicht bebauten Großstadt mit steigenden Temperaturen. Die Ausstellung verbindet lokale Themen mit europäischen Erfahrungen und zeigt, dass Klimaanpassung nicht nur eine technische, sondern auch eine soziale Aufgabe ist.
 
Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wem die Stadt der Zukunft gehört. Klimaschutzmaßnahmen verändern öffentliche Räume: Plätze können entsiegelt, Straßen umgestaltet und neue Aufenthaltsorte geschaffen werden. Gleichzeitig entstehen Diskussionen über Nutzung, Beteiligung und soziale Gerechtigkeit. „Too Hot" richtet sich deshalb nicht nur an Fachleute aus Architektur und Planung, sondern an die gesamte Stadtgesellschaft, schreibt das Deutsche Architekturmuseum zu seiner neuen Ausstellung.
 

Wandel als gemeinsame Aufgabe von Politik und Gesellschaft

Zu sehen sind unter anderem Projekte aus Paris, Barcelona, Bern, Wien, Kopenhagen, Stockholm, Lappeenranta, Kalamata und Frankfurt. Die Beispiele zeigen unterschiedliche Strategien: Während manche Städte mit Begrünung und Schatten gegen Hitze vorgehen, setzen andere auf neue Wasserkonzepte, klimafreundliches Bauen oder die Umgestaltung von Verkehrsflächen.
 
Kuratiert wird die Ausstellung von Katharina Böttger, Jonas Malzahn und Mathias Schnell vom Studio Central. Unterstützt wird das Projekt unter anderem durch die Dialog-Plattform Helmholtz Klima. Die Ausstellung ist seit Samstag (20. Juni) für Besucherinnen und Besucher öffnet.
 
Mit „Too Hot" will das DAM keine fertigen Lösungen präsentieren, sondern zeigen, wie vielfältig Städte auf die Klimakrise reagieren können. Die Ausstellung versteht den Wandel als gemeinsame Aufgabe von Politik, Planung und Bevölkerung – und als Chance, urbane Räume lebenswerter zu gestalten.
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MAXLOK-Fakten

  • Ausstellung „Too Hot – Heiße Städte, neue Wege" ist im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt zu sehen.
  • Die Schau zeigt Klimaanpassungs- und Klimaschutzprojekte aus 13 europäischen Städten.
  • Themen sind unter anderem Begrünung, Entsiegelung, Wasser-management, Energieversorgung und nachhaltige Mobilität.
  • Frankfurt ist als Beispiel für urbane Klimaanpassung Teil der Ausstellung.
 
 

MAXLOK-Service

  • Ausstellung: „Too Hot – Heiße Städte, neue Wege"
  • Ort: Deutsches Architekturmuseum (DAM)
  • Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main 
  • Laufzeit: 20. Juni 2026 bis 7. Februar 2027 
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr
  • Mittwoch: 11 bis 20 Uhr 

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Quellen: Presse- und Informationsamt Frankfurt, Deutsches Architektur Museum;