OSTEND - Der Architekturwettbewerb für das neue Gebäude des Frankfurt Conservation Center (FCC) ist entschieden: Das Stuttgarter Büro haascookzemmrich STUDIO2050 setzte sich mit einem nachhaltig ausgerichteten Entwurf durch. Das künftige Domizil des internationalen Naturschutzzentrums entsteht am östlichen Rand des Frankfurter Zoos. Die Wettbewerbsarbeiten sind noch bis 13. März im Stadtplanungsamt öffentlich zu sehen.
Ansicht oben - Entwurf des Gebäudes des Frankfurt Conservation Center von der Waldschmidtstraße aus gesehen. Illustration: haascookzemmrich Studio 2025 / ZGF
Das FCC versteht sich als internationales Kompetenzzentrum für integrierten Naturschutz. Unter Federführung der Goethe-Universität Frankfurt, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Zoologische Gesellschaft Frankfurt bündelt es wissenschaftliche Expertise, praktische Naturschutzarbeit und gesellschaftliches Engagement. Ziel ist es, von Frankfurt aus Impulse für Biodiversität und nachhaltige Entwicklung weltweit zu setzen.
Fünfgeschossiger Neubau an der Rhönstraße
Der Siegerentwurf sieht auf einem 1448 Quadratmeter großen Grundstück einen fünfgeschossigen Bau mit möglichem Staffelgeschoss vor. Auf rund 5000 Quadratmetern sollen Büros, Konferenz- und Ausstellungsflächen sowie offene Arbeitsbereiche entstehen. Auch der Zoo profitiert: Mit dem Neubau erhält er dauerhaft einen zweiten Eingang an der Ecke Rhönstraße/Waldschmidtstraße.
Juryvorsitzender Zvonko Turkali lobte den „eleganten, gerundeten Solitär“, der sich harmonisch in Zoo und Stadtquartier einfüge. Besonders hervorgehoben wurde das konsequente Nachhaltigkeitskonzept. Geplant sind Holz- und Lehmbauelemente, Photovoltaik, Abwärmenutzung sowie ein Low-Tech-Ansatz für energieeffiziente Gebäudetechnik. Ein begrünter Sonnenschutz, ein Wintergarten als passives Klimaelement und Fassaden mit ökologischen Habitaten für Vögel und Insekten sollen das Haus selbst zum Bestandteil des Naturschutzgedankens machen.
Baubeginn im Jahr 2027
Kulturdezernentin Ina Hartwig sprach von einem gelungenen Zusammenspiel aus moderner Architektur und innovativem, nachhaltigem Bauen. Zoodirektorin Christina Geiger betonte die enge inhaltliche Verbindung zwischen Zoo und FCC. Der Neubau ersetze ein Bestandsgebäude aus den 1960er-Jahren, ohne Flächen für die Tierhaltung zu verlieren, und schaffe zudem moderne Schulungsräume. Auch Christof Schenck von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt sieht in dem Projekt einen architektonischen Leuchtturm für Nachhaltigkeit.
Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant, die Fertigstellung wird rund zwei Jahre in Anspruch nehmen. Mit dem Neubau soll Frankfurt seine Rolle als europäischer Knotenpunkt für integrierten Naturschutz weiter stärken. (beg)
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Quelle: Press- und Informationsamt Stadt Frankfurt
Bild: Ansicht des ausgewählten Entwurfs von der Waldschmidtstraße aus. Illustration: haascookzemmrich Studio 2025 / ZGF
