Kulturcampus als Ort für digitale Kunst

14.03.2026
MAXLOK-Redaktion


BOCKENHEIM - Die Stadt Frankfurt und der Verein „NODE zur Förderung Digitaler Kultur" schaffen, gefördert und auf gemeinsame Initiative mit der Crespo Foundation, mit dem „Digital Arts Lab" ein neues Kompetenzzentrum für digitale Kunst in Frankfurt. Das „Digital Arts Lab" wird ein interdisziplinäres Labor für die experimentelle künstlerische Auseinandersetzung mit digitaler Technologie. Es soll Künstler, Entwickler, Designer sowie Forscher zusammenbringen und über Beratungsangebote, Fortbildungen sowie die Bereitstellung innovativer Hard- und Softwaretechnologien eine digital-künstlerische Praxis und Expertise in Frankfurt etablieren.

 

Ansicht oben: Das Gebäude der ehemaligen Kunstbibliothek auf dem alten Campus in Bockenheim soll für das Digital Arts Lab genutzt werden. Foto: MAXLOK MEDIA

 

Das „Digital Arts Lab" entsteht zunächst als dreijähriges Pilotvorhaben im Rahmen der kulturellen Zwischennutzung der ehemaligen Kunstbibliothek. Der Verein NODE übernimmt die Trägerschaft und künstlerische Leitung. Die Kosten für die Einrichtung, den Betrieb, das Basisprogramm sowie die Durchführung von Weiterbildungen für Künstler in der kritischen digital-kulturellen Bildung werden aus Mitteln der Crespo Foundation, des Kulturamtes, des Digitalisierungsbudgets des Kulturdezernats und der Stabsstelle Digitalisierung getragen. Für die weitere Programmgestaltung, Workshops und Vermittlungsformate sollen zusätzliche Mittel eingeworben werden.
 
Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, sagt: „Kunstgeschichte und technologische Entwicklung sind seit jeher untrennbar miteinander verbunden." Vor allem in den vergangenen Jahren hätten sich die Möglichkeiten des Kunst- und Kulturschaffens ästhetisch wie auch thematisch radikal erweitert: vom digitalen Bühnenbild im Theater über die ‚Post Internet Art‘ in der Bildenden Kunst bis hin zur elektronischen Musikproduktion gebe es mittlerweile digitalkünstlerische Praktiken über alle Kunstsparten hinweg. "Für all diese Entwicklungen schaffen wir mit dem ‚Digital Arts Lab‘ nun einen Ort, der wirksame Fortbildungsangebote für Frankfurter Kulturschaffende, aber auch ein Programm für die gesamte Stadtgesellschaft rund um digitale Kunst anbieten wird", so Hartwig.

Verein NODE als idealer Partner

Mit NODE haben die Stadt Frankfurt und die Crespo Foundation den idealen Partner zur Umsetzung des „Digital Arts Lab" gefunden. Der Verein entwickelt seit 2008 Veranstaltungen, Festivals, Workshops, Weiterbildungen sowie Netzwerk- und Austauschformate an der Schnittstelle zwischen Kunst und digitaler Technologie. Seit vielen Jahren setzt NODE Formate für Kinder und Jugendliche wie das Festival „Digitale Welten" um und verfügt über ein breites internationales Netzwerk im Feld der digitalen Kultur.

Eileen O’Sullivan, Dezernentin für Digitales, meinte, dass das Digital Arts Lab Künstlern neue Zugänge zu digitaler Infrastruktur eröffnen werde. Kunst sei dabei weit mehr als ein Zusatz: Durch die kritische und experimentelle Auseinandersetzung mit Digitalität entstünden neue Perspektiven auf Technologien und Daten. Christiane Riedel, Vorstandsmitglied der Crespo Foundation, nannte es großartig, dass mit dem DAL nicht nur ein neuer Hub für digitale Kreativität entstehe, sondern vor allem auch Künstler  gezielt als Vermittler für digitale Bildung und die Begleitung junger Menschen qualifiziert würden. Alexander Roidl, Co-Vorstand des Vereins NODE, kündigte an, dass der Aufbau einer Community aus Künstlern, Hochschulen, digitaler Zivilgesellschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft das Digital Arts Lab zu einem Zentrum für digitale Kunst und kritische Technologiepraxis entwickeln werde.

Das „Digital Arts Lab" soll mit dem neuen Kreativraum „display" an der Berliner Straße projektbezogen kooperieren. Das im Januar dieses Jahres eröffnete „display" wird ebenfalls vom Verein NODE betrieben. Mit Angeboten wie Coding-Workshops, Vorträgen zum digitalen Wandel oder Hackathons bietet er ein vielseitiges Programm rund um das Thema Digitalität. Die Einrichtung des „Digital Arts Lab" ist ein zentrales Vorhaben des städtischen Kulturentwicklungsplans (KEP). Die Digitalisierung in Kunst und Kultur ist einer von drei Themenschwerpunkten des KEP.

Zwischennutzung der ehemaligen Kunstbibliothek

Das „Digital Arts Lab" bildet einen wesentlichen Bestandteil der kulturellen Zwischennutzung der ehemaligen Kunstbibliothek auf dem Kulturcampus, die in den kommenden Jahren im Rahmen des Kooperationsprojektes „Vision 31" vom Verein Offenes Haus der Kulturen, der zivilgesellschaftlichen Initiative Making Frankfurt, der Frankfurt University of Applied Sciences und dem Kulturdezernat gemeinsam umgesetzt wird. Die ehemalige Kunstbibliothek bietet günstige räumliche Voraussetzungen: Mit 120 Quadratmeter erhält das Digital Arts Labs nicht nur eine eigene Räumlichkeit, sondern kann auch die multifunktionalen Gemeinschaftsflächen mitnutzen. (pia/beg)

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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt