Umbau der Kurhessenstraße bis Ende 2027
ESCHERSHEIM / GINNHEIM - Die Kurhessenstraße in Ginnheim wird neu gestaltet, verkehrsberuhigt und ansehnlicher. Anfang April sind die Arbeiten gestartet worden. Zunächst wird der rund 300 Meter lange Abschnitt zwischen den Straßen Am Höhenblick und Am Schwalbenschwanz sowie die nördlich angrenzenden Knotenpunkte Ludwig-Tieck-Straße, Haeberlinstraße und Kleinschmidtstraße umgestaltet.
Ansicht oben: Die Kurhessenstraße ist bisher eine wichtige Verkehrsverbindung in Eschersheim und Ginnheim gewesen - nun läuft seit Monatsanfang der Umbau. Foto: Stadt Frankfurt / Maik Reuß
Im Zuge der Sanierung sollen zahlreiche technische und gestalterische Verbesserungen umgesetzt werden. Ziel sei es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, die Qualität der Fahrbahn, die Barrierefreiheit im Straßenraum und die Aufenthaltsqualität im Wohngebiet zu verbessern, meinte Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert, der am Donnerstag das Projekt vor Ort erläuterte.
Siefert bekräftigte, dass mit der Modernisierung der Kurhessenstraße zugleich das umliegende Wohngebiet aufgewertet werde. Nach seiner Darstellung sei die Straße als Schleichweg genutzt und häufig zu schnell befahren worden. Ziel sei nun, den Straßenraum klarer zu gliedern, für den Fußverkehr besser nutzbar zu machen und die Barrierefreiheit an Kreuzungen und Bushaltestellen zu verbessern.
„Von der Verkehrsberuhigung, mehr Ruhe und zusätzlichem Grün profitieren alle.“ Wolfgang Siefert, Mobilitätsdezernent
Im Rahmen der Bauarbeiten werde auch das Entwässerungssystem angepasst. Mit zusätzlichen Straßeneinläufen sowie einer Kastenrinne auf rund 60 Metern werde künfig das Wasser besser abgeleitet und die Kurhessenstraße somit besser gegen Überschwemmungen bei Starkregen geschützt. Mit energiesparender LED-Technik werde auch die Straßenbeleuchtung erneuert.
Mehr Stadtgrün
Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, wies daraufhin, dass auch die Baumbepflanzung mit neun klimatoleranten und zum Standort passenden Arten erneuert und ergänzt werde. Damit die Bäume gut anwachsen und sich langfristig gesund entwickeln können, wurde der Wurzelraum bewusst großzügig dimensioniert.
Die Kurhessenstraße überschneidet sich mit dem „Grünen Ypsilon" – eine ypsilon-förmige Grünverbindung für den Fuß- und Radverkehr, um die Lebensqualität und Ökologie im Nordwesten der Stadt zu verbessern. Mit der barrierefreien Umgestaltung der Kreuzung an der Straße ,Höhenblick’ werde zugleich die Durchlässigkeit innerhalb des ,Grünen Ypsilons' verbessert, bekräftigte Zapf-Rodríguez.
Die Arbeiten haben Ende März an der Kreuzung Kurhessenstraße/Am Höhenblick begonnen und werden abschnittsweise durchgeführt. Eine Umfahrungsmöglichkeit besteht über die Eschersheimer Landstraße und Hügelstraße. Das Projekt wird voraussichtlich Ende 2027 fertiggestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 4,5 Millionen Euro.
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Ansicht oben: Dezernent Wolfgang Siefert präsentiert einen der Straßensteine, der mit taktilen Mustern versehen ist und so Sehbehinderten bei der Orientierung hilft. Foto: Stadt Frankfurt / Maik Reuß
MAXLOK-Fakten
- Die Kurhessenstraße ist eine wichtige Verkehrsachse in Eschersheim und Ginnheim. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf Tempo-30 reduziert.
- Die Gehwege sollen verbreitert und dadurch die Querungen verkürzt werden.
- An den Kreuzungen sollen mit sogenannten Gehwegnasen die Sichtachsen verbessert werden.
- Mit den Pflasterungen der Gehwegnasen soll verhindert werden, dass Autos illegal an den Kreuzungen parken und die Sicht einschränken.
- Zusätzlich wird die Fahrbahn an allen Knotenpunkten leicht angehoben, um die Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs zu dämpfen.
- Eine Optimierung ist für die Kreuzung Kurhessenstraße/Am Schwalbenschwanz geplant, ein durch Arztpraxen, einen Supermarkt, ein Restaurant und andere Dienstleistungsunternehmen belebter Bereich. Hier entsteht ein neuer Mini-Kreisverkehr.
- Die Ampel auf Höhe der Hausnummern 124/133 wird zurückgebaut beziehungsweise durch verkehrssichere Querungsmöglichkeiten am neu geordneten Knotenpunkt Kurhessenstraße/ Höhenblick ersetzt.
- Sämtliche Knotenpunkte im Planungsabschnitt sollen barrierefrei gestaltet werden.
- Alle vier Haltepunkte der Quartierbuslinie 69 an den Stationen „Höhenblick" und „Am Schwalbenschwanz" werden barrierefrei ausgebaut.
- Differenzierte Bordsteinhöhen und taktile Leitelemente an Querungen und Tankstellenzufahrten ermöglichen es sehbehinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen, den Straßenraum sicher zu nutzen.
- Statt über die Kurhessenstraße verkehrt die Linie 69 während der Bauzeit durch die Hügelstraße.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt, Mobilitätsdezernat, Umweltdezernat, Amt für Straßenbau

