Mehr Platz für die Europäische Schule durch Holzmodulbau

11.05.2026
MAXLOK-Redaktion


NORDWESTSTADT - Die Europäische Schule soll an ihrem jetzigen Standort am Praunheimer Weg durch einen Erweiterungsbau in Holzmodulweise mehr Unterrichtsräume erhalten. Dem Vorhaben hat der Magistrat am Freitag (8. Mai) zugestimmt.  „Mit dieser Erweiterung erhält die Europäische Schule die benötigten räumlichen Kapazitäten“, betonte Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen
 
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Der Eingang der Europäischen Schule am Standort Praunheimer Weg 126 in der Nordweststadt. Foto: MAXLOK MEDIA
 
Der zusätzliche Holzmodulbau sei eine wichtige Zwischenlösung bis die Europäische Schule ihren neuen Standort beziehen kann, der voraussichtlich auf dem Areal der Deutschen Bundesbank in Bockenheim gelegen sein wird. Schon seit Jahren stellen die steigenden Schülerzahlen die Europäische Schule mangels Platz vor eine erhebliche organisatorische Herausforderung.
 

Städtische Schulbauoffensive soll Projekt beschleunigen

Weil nicht zuletzt durch den Aufbau der neuen EU-Behörde Anti-Money Laundering Authority in Frankfurt die Schülerzahl weiter stetig wachsen wird, ist sowohl die jetzige Zwischenlösung, als auch den endgültigen Umzug auf ein größeres Schulgelände dringend erforderlich. Weber wies darauf hin, dass man der Dringlichkeit bewusst sei. Mit Aufnahme des Erweiterungsbaus in die städtische Schulbauoffensive (SBO) könnte das Projekt aber erheblich beschleunigt werden, bekräftigte die Stadträtin.
 
Es werde als 31. Projekt nachträglich in die erste Staffel mitaufgenommen. So stünden alle Beschleunigungsmöglichkeiten der SBO zur Verfügung. Dem hat der Magistrat der Stadt am Freitag zugestimmt. Auch die Stadtverordneten müssen diesem Vorgehen noch zustimmen.
 
Damit löse die Stadt Frankfurt ihre Zusagen gegenüber den Partnern, EZB, Bund, Land und Europäische Schule ein, so Weber. Die Europäische Schule wird von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union getragen.
 

MAXLOK-Hintergrund

  • Auf die Platzfrage gibt es inzwischen eine Antwort: Das bisherige Gelände der Bundesbank in Bockenheim, die an anderer Stelle in Frankfurt eine Immobilie erwerben möchte,  wird als neuer Standort der Europäischen Schule angestrebt.
  • Bis zum Umzug werden aber noch mehrere Jahre verstreichen. Zeit, welche die Europäische Schule nicht hat. Daher ist die Zwischenlösung erforderlich. 
  • Vorgesehen sind bis zu 30 zusätzliche Klassenräume sowie Räume für Naturwissenschaften, Musik, Werken, Verwaltung und Differenzierung.
  • Auch eine Aufwärmküche und eine Mensa mit Außenbereich sind eingeplant.
  • Die gesamte Nutzfläche wird 7.627 Quadratmeter betragen.
  • Der Erweiterungsbau wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) von der Stadt Frankfurt angemietet. Somit erhält die Stadt Mieteinnahmen, durch die die getätigten Investitionen teilweise abbezahlt werden.
  • Nach Auszug der Europäischen Schule verbleibt der Gebäudebestand bei der Stadt und soll auch weiter für schulische Zwecke genutzt werden.
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Quellen: Presse- und Informationsamt Frankfurt, Dezernat für Bildung Immobilien und Neues Bauen