Lampionfest bringt Bornheimer Hang zum Leuchten

28.08.2026
Von Bernd Günther


Theater, Seifenkisten und Musik - Programm des Lichterfestes am 5. September

BORNHEIM – Ein Stück Frankfurter Architekturgeschichte wird am Samstag, 5. September, zur großen Festmeile: In der Siedlung Bornheimer Hang wird von 14 bis 23 Uhr das dritte Lampionfest im Rahmen des Jubiläums „100 Jahre Neues Frankfurt“ gefeiert. Zwischen Ernst-May-Platz und Rose-Schlösinger-Anlage stehen Theater, Musik, Diskussionen, Sport, Workshops und Angebote aus der Nachbarschaft auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Das Lampionfest wurde vergangenes Jahr in der Hellerhofsiedlung gefeiert. Bis zum Jahr soll es in weiteren Stadtteilen veranstaltet werden. Foto: Stadt Frankfurt / Cornelius Pfannkuch
 
Mit Einbruch der Dunkelheit sollen zahlreiche Lampions das Quartier zum Leuchten bringen. Damit greifen die Veranstalter die Tradition der Laternenfeste auf, die bereits zur Zeit des Neuen Frankfurt gepflegt wurde. Die heutige Festreihe soll Architekturgeschichte und aktuelles Leben in den Siedlungen miteinander verbinden.
 

Theater und Musik

Einen Schwerpunkt bilden Theater und Musik. Das Theaterhaus Ensemble führt das eigens für die Festreihe entwickelte Stück „Licht, Luft, Sonne!“ nach einem Text des Frankfurter Autors Florian Wacker auf. Auf den Bühnen treten unter anderem der Mini-Chor aus der Siedlung, die Trommelband Alles Blech und zum Abschluss die OhOhOhs auf. Um 20 Uhr heißt es offiziell „Licht an“. Hinzu kommen Tanz, interkulturelles Puppentheater und Diskussionen über eine lebenswerte Siedlung.
 
Auch abseits der Bühnen wird einiges geboten. Ein Seifenkistenrennen erinnert an Kinderspiele aus der Entstehungszeit der Siedlung. Eine Stadtteilküche greift die Idee der berühmten Frankfurter Küche auf. Dazu kommen Yoga, Capoeira, Afroletics, Solo-Jazz, Kinderaktionen, Ausstellungen sowie Informations- und Mitmachstände. Der 1930 gegründete Kleingärtnerverein Buchhang beteiligt sich mit einem „Tag der offenen Gärten“, Musik und weiteren Angeboten.
 

Größte Siedlung des Neuen Frankfurt

Das Fest rückt zugleich die besondere Geschichte des Quartiers in den Mittelpunkt. Die zwischen 1925 und 1930 entstandene Siedlung Bornheimer Hang ist mit rund 1500 Wohnungen die größte Siedlung des Neuen Frankfurt. Charakteristisch sind die vier- bis fünfgeschossigen Wohnblöcke sowie die Verbindung dichter Bebauung mit großzügigen Grünflächen.
 
Am Samstag und Sonntag führen zahlreiche kostenlose Rundgänge durch das Quartier. Dabei geht es um Architektur und Stadtplanung ebenso wie um Dachgärten, Natur- und Kulturgeschichte oder die Schicksale jüdischer Bewohner während der NS-Zeit. Bei einigen Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich beziehungsweise empfehlenswert.
 

Anfahrt mit der Bahn

Für die Anreise empfiehlt die Stadt öffentliche Verkehrsmittel. Wegen des Festes entfallen am Samstag alle Fahrten der Buslinie 38 zwischen Bornheim Mitte und Sportcenter. Erreichbar ist das Fest unter anderem mit der U7 über Eissporthalle/Festplatz, der Straßenbahnlinie 14 über Ernst-May-Platz sowie der Tram 12 über Saalburg-/Wittelsbacherallee.
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MAXLOK-Service

  • Wann: Samstag, 5. September 2026, 14 bis 23 Uhr
  • Wo: Siedlung Bornheimer Hang, vor allem zwischen Ernst-May-Platz und Rose-Schlesinger-Anlage
  • Programm: Theater, Live-Musik, Seifenkistenrennen, Sport, Workshops, Diskussionen, Kinderangebote, Kulinarik und Aktionen der Nachbarschaft.
  • Jubiläum: Das Fest gehört zur Reihe „100 Jahre Neues Frankfurt“. Der Bornheimer Hang ist mit rund 1500 Wohnungen die größte Siedlung des Reformprogramms.
  • Eintritt: frei
  • Führungen: Samstag, 5., und Sonntag, 6. September; kostenlos, teilweise Anmeldung empfohlen
  • ÖPNV: U7 Eissporthalle/Festplatz, Tram 14 Ernst-May-Platz, Tram 12 Saalburg-/Wittelsbacherallee
  • Achtung: Buslinie 38 fährt am 5. September nicht zwischen Bornheim Mitte und Sportcenter.
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Quelle: Presse- und Informationsamt Frankfurt;