Würdigung für Bürgerrechtlerin Melanie Spitta gefordert

04.09.2026
MAXLOK-Redaktion


Ortsvertreter schlagen Gedenktafel oder Straßenname vor / Spitta wohnte in Bockenheim 
 
BOCKENHEIM - Der Ortsbeirat 2 setzt sich für eine stärkere öffentliche Würdigung der Bürgerrechtlerin, Filmemacherin und Publizistin Melanie Spitta ein. Das Stadtteilgremium nahm einen gemeinsamen Antrag von CDU, Grünen, SPD, Linken, FDP und Volt einstimmig an.
 
Der Magistrat soll nun prüfen, wie die 2005 gestorbene Bürgerrechtlerin im Ortsbezirk 2 posthum geehrt werden kann. Im Gespräch sind eine Gedenktafel an ihrem früheren Wohnort im Hans-Eick-Weg in Bockenheim sowie eine dauerhafte Informations- oder Erinnerungsstele im öffentlichen Raum. In die Gestaltung sollen Vertreter der Sinti- und Roma-Community sowie zivilgesellschaftliche Einrichtungen wie die Kinothek Asta Nielsen einbezogen werden.
 
Zudem soll Spitta in das städtische Verzeichnis der für Straßenbenennungen vorgeschlagenen Personen aufgenommen werden. Bei einer künftigen Benennung einer Straße, eines Weges oder Platzes soll der Ortsbezirk 2 vorrangig geprüft werden.
 
Spitta gehörte zu den bedeutenden Stimmen der Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma in Deutschland und setzte sich besonders für die Aufarbeitung der NS-Verbrechen und die Rechte von Frauen ein.
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