Bauzeit von zwei Jahren geplant / 150 neue Bäume, Spielplatz und Fitnessanlage
NORDEND / BORNHEIM - Die geplante Erweiterung des Günthersburgparks soll im Sommer 2027 in die Bauphase gehen. Das Grünflächenamt hat im Ortsbeirat 3 den aktuellen Stand der Planungen vorgestellt und erstmals detailliert erläutert, wie das Großprojekt umgesetzt werden soll. Vorgesehen ist eine Bauzeit von rund zwei Jahren. Läuft das Verfahren nach Plan, könnte der neue Parkteil damit 2029 fertig sein.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Der Günthersburgpark zwischen den Stadtteilen Nordend und Bornheim soll weiter wachsen. Das nördlich gelegene ehemalige Betriebshofgelände soll von Sommer 2027 an bepflanzt und gestaltet werden. Es ist die zweite Parkerweiterung. Erstmals wurde die historische Parkanlage in den 1990er-Jahren vergrößert - damals kam das Areal der früheren Stadtgärtnerei hinzu (hier im Bild). Foto: MAXLOK MEDIA
Die Stadtverordnetenversammlung hatte Ende August grünes Licht für Planung und Finanzierung gegeben. Die Gesamtkosten einschließlich des bereits erfolgten Rückbaus des früheren Betriebshofs liegen bei rund 14,2 Millionen Euro. Der ehemalige Betriebshof an der Wetteraustraße ist inzwischen verschwunden. Nach Angaben des Grünflächenamts wurden beim Abbruch rund 3000 Kubikmeter Beton aufbereitet. Das Material soll unter anderem als Unterbau für Wege und den Aussichtshügel wiederverwendet werden.
Die Ausführungsplanung laufe, sagte Heike Appel, Leiterin des Grünflächenamtes. Ziel sei, die EU-weite Ausschreibung im März 2027 zu starten. Voraussetzung dafür ist allerdings die haushaltsrechtliche Freigabe. Bei planmäßigem Verlauf könnten die Bauarbeiten im Juli beginnen.
Während der Bauzeit nicht komplett gesperrt
Der Park soll nicht für zwei Jahre komplett gesperrt werden. Gebaut wird abschnittsweise. Begonnen werden soll voraussichtlich im Norden auf dem ohnehin bereits abgesperrten früheren Betriebshof. Dort entstehen unter anderem der neue Spielplatz und ein Aussichtspunkt. Weitere Bauabschnitte betreffen die geplante Fitnessanlage im Westen, das Areal Richtung Comeniusstraße und den Hundeauslauf. Mindestens eine Nord-Süd-Verbindung werde während der Arbeiten jeweils offenbleiben, sagte Appel. Auch sicherte sie auf die Nachfrage von Ortsvorsteherin Karin Guder zu, dass Veranstaltungen auf der großen Wiese nach Möglichkeit weiter stattfinden könnten.
Das Grünflächenamt plant rund 150 neue Bäume sowie Strauch- und Staudenpflanzungen. In der offenen Parkmitte wechseln sich Rasen und extensiver gepflegte Wiesen ab. Gewünscht worden waren in der Bürgerbeteiligung unter anderem mehr Schatten, blühende Pflanzen, Sitzmöglichkeiten und Flächen, die unterschiedliche Nutzungen zulassen. Die Planung setzt damit den Grundgedanken des historischen Parks fort: eine offene Mitte und stärker bewachsene Randbereiche. Die Stadt beschreibt die Erweiterung als Fortsetzung des bestehenden Parks mit einem durchgehenden Wegenetz.
Für ältere Kinder entsteht ein rund 800 Quadratmeter großer Spielplatz. Mehr als 150 Kinder waren an der Planung beteiligt. Vorgesehen sind unter anderem Kletterturm, Seilbahn, Drehscheibe und eine in den Hang integrierte Boulderwand. Im Westen entsteht eine Fitnessanlage für Calisthenics- und Bodyweight-Training.
Aussichtshügel wird weniger hoch
Geändert wurde die Planung für den Aussichtshügel. Statt der ursprünglich vorgesehenen Höhe von rund 6,60 Metern soll er nach Angaben des Grünflächenamts nur noch etwa fünf Meter hoch werden. Dadurch könne der Weg hinauf mit einem geringeren Gefälle angelegt werden. Der Hügel soll außerhalb der früheren Pachtgärten bleiben.
Diskussionen gab es im Ortsbeirat erneut über Eingriffe in den Gehölzstreifen zwischen bestehendem und neuem Park. Das Grünflächenamt bekräftigte, dass die dortigen Bäume erhalten blieben. Lediglich einzelne Sträucher sollen entfernt werden, um Sicht- und Wegeverbindungen zu schaffen. Ende Oktober ist dazu ein Ortstermin mit interessierten Gruppen und dem Ortsbeirat vorgesehen.
Auch die Toilettensituation beschäftigte die Runde. Nahe dem neuen Spielplatz an der Comeniusstraße soll ein Standort mit Wasser-, Abwasser- und Stromanschluss vorbereitet werden. Ob und wann dort tatsächlich eine zusätzliche öffentliche Toilette gebaut wird, prüft das Amt für Bau und Immobilien.
Für die Bewässerung der Neupflanzungen setzt die Stadt auch auf wiederverwendetes Wasser. An der Wasserspielanlage soll eine Zisterne entstehen. Gesammeltes Wasser könnte anschließend für die Bewässerung genutzt werden. Neu gepflanzte Bäume sollen mindestens fünf, möglicherweise bis zu zehn Jahre bewässert werden.
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MAXLOK-Fakten
- Zeitplan: EU-weite Ausschreibung ab März 2027 geplant, möglicher Baubeginn im Juli 2027, Bauzeit rund zwei Jahre.
- Mehr Grün und Freizeitangebote: Rund 150 neue Bäume, Wiesen und Rasenflächen, großer Spielplatz, Fitnessanlage und Aussichtshügel.
- Aussichtshügel geändert: Die geplante Höhe wird von rund 6,60 auf etwa fünf Meter reduziert; der Hügel bleibt außerhalb der früheren Pachtgärten.
- Bauen in Abschnitten: Der Park soll während der zweijährigen Arbeiten nicht komplett gesperrt werden. Wege und Veranstaltungen sollen soweit möglich erhalten bleiben.
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