Ausstellung im Architekturmuseum zeigt neue Perspektiven für die Skyline am Main
FRANKFURT - Die Skyline ist das Wahrzeichen der Stadt. Doch wie zukunftsfähig sind ihre Hochhäuser? Und was geschieht mit den Türmen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? Eine neue Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) beschäftigt sich mit der Frage, wie bestehende Wolkenkratzer nachhaltig umgebaut und für neue Nutzungen geöffnet werden können.
Frankfurt gilt als Deutschlands Hochhausmetropole. Vor allem im Bankenviertel prägen die Türme das Stadtbild. Sie stehen für wirtschaftliche Stärke, moderne Architektur und den ständigen Wandel der Stadt. Doch Gebäude, die einst als repräsentative Unternehmenszentralen errichtet wurden, entsprechen nicht zwangsläufig den Anforderungen von morgen.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Gleich einer Bleistift-Spitze, mit verschobener Taille oder von einem Metallkranz gekrönt - die Hochhäuser Frankfurts sind architektonische Highlights, doch irgendwann vergeht das Besondere, und dann stellt sich die Frage: Wofür könnte das Gebäude noch genutzt werden? Foto: MAXLOK MEDIA
Die Ausstellung „Aufmachen! Rethinking High-Rises“ im Deutschen Architekturmuseum widmet sich deshalb einer grundlegenden Frage: Müssen Hochhäuser abgerissen werden, wenn ihre ursprüngliche Nutzung endet? Oder lassen sie sich so verändern, dass sie weiterhin einen wertvollen Beitrag zum städtischen Leben leisten?
Bestehende Gebäude als wertvolle Ressourcen
Im Mittelpunkt steht die Idee, Hochhäuser nicht ausschließlich als Immobilien zu betrachten, sondern als Ressourcen. Denn in ihren Tragwerken, Fassaden und technischen Anlagen stecken erhebliche Mengen an Baumaterialien und Energie. Werden Gebäude weitergenutzt, können Ressourcen geschont und die mit Abriss und Neubau verbundenen Umweltbelastungen reduziert werden.
Dabei geht es nicht allein um Klimaschutz. Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit der gesellschaftlichen Rolle der Hochhäuser. Viele Türme sind weitgehend geschlossene Arbeitswelten, die außerhalb der Bürozeiten kaum zum öffentlichen Leben beitragen.
Neue Nutzungskonzepte könnten das verändern. Denkbar sind beispielsweise öffentlich zugängliche Bereiche, kulturelle Angebote oder eine stärkere Mischung unterschiedlicher Nutzungen. Aus abgeschlossenen Bürogebäuden könnten so lebendige Bestandteile ihrer Stadtviertel werden.
Wie offen kann die Skyline werden?
Gerade für Frankfurt besitzt die Debatte besondere Bedeutung. Die Stadt entwickelt ihre Hochhauslandschaft kontinuierlich weiter. Dabei gewinnen Fragen nach Nachhaltigkeit, Nutzungsmischung und der Einbindung der Türme in das öffentliche Stadtleben zunehmend an Gewicht.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Hochhäuser nicht nur als weithin sichtbare Wahrzeichen, sondern auch aus der Perspektive der Menschen am Boden zu betrachten. Entscheidend ist schließlich nicht allein, wie ein Turm die Skyline verändert, sondern auch, welchen Nutzen er für seine unmittelbare Umgebung bietet.
Entwickelt wurde „Aufmachen! Rethinking High-Rises“ gemeinsam vom Deutschen Architekturmuseum und dem internationalen Planungs- und Beratungsunternehmen Arup. Die Ausstellung ist seit Samstag, 17. Oktober, in den Erdgeschoss-Korridoren des Museums zu sehen. Sie richtet sich nicht nur an Architekten und Stadtplaner, sondern an alle, die sich für die Zukunft Frankfurts und seiner Skyline interessieren.
-----------
MAXLOK-Service:
- Ausstellung „Aufmachen! Rethinking High-Rises“
- Ort: Deutsches Architekturmuseum (DAM), Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main
- Zeitraum: 17. Oktober bis 29. November 2026
- Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr; Mittwoch: 11 bis 20 Uhr; Montag: geschlossen
- Veranstalter: Deutsches Architekturmuseum und Arup
- Begleitveranstaltungen:
- Donnerstag, 22. Oktober, 19 Uhr: Expertengespräch „Bestand als Zukunftsressource“. Architektinnen und Architekten diskutieren über die Weiterentwicklung bestehender Hochhäuser.
- Donnerstag, 19. November, 19 Uhr: Podiumsdiskussion „Vom Solitär zum Stadtbaustein“. Mit Frankfurts Planungsdezernenten Marcus Gwechenberger und weiteren Fachleuten aus Architektur und Immobilienwirtschaft.
- Weitere Informationen: www.dam-online.de
-------------
Quellen: Presse- und Informationsamt Frankfurt; Deutsches Architekturmuseum;
