Schwieriger Glasfaserausbau im Stadtgebiet wird gefördert

03.03.2026
MAXLOK-Redaktion


FRANKFURT - Mit einer Bundesförderung in Höhe von 10,45 Millionen Euro treibt Frankfurt den Ausbau seiner Glasfaserinfrastruktur voran. Die Mittel sollen vor allem in bislang wirtschaftlich weniger attraktive Gebiete fließen und so Versorgungslücken beim schnellen Internet schließen.

Nach Angaben der Stadt sind laut Breitbandatlas insgesamt 93.453 Adresspunkte im Stadtgebiet für den Glasfaserausbau vorgesehen. Der überwiegende Teil wird eigenwirtschaftlich durch Telekommunikationsunternehmen auf Grundlage des Grundgesetzes in Verbindung mit dem Telekommunikationsgesetz erschlossen. Rund 2300 Adresspunkte gelten jedoch als voraussichtlich nicht gigabitfähig und damit für Unternehmen als wirtschaftlich wenig attraktiv. Für diese Bereiche greift nun die öffentliche Förderung.

Digitale Infrastruktur so wichtig wie Verkehrs- und Stromnetze

Die Stadt hatte 2025 Mittel aus der Gigabitförderung von Bund und Land Hessen beantragt. Der Bund übernimmt 50 Prozent der Projektkosten, das Land beteiligt sich ergänzend, sodass für die Kommune ein Eigenanteil von zehn Prozent verbleibt. Der jetzt ergangene Förderbescheid bildet die Grundlage für die anstehende Ausschreibung zum weiteren Ausbau.

Digitaldezernentin Eileen O’Sullivan betont die Bedeutung des Projekts: Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sei heute so wichtig wie Verkehrs- oder Stromnetze. Mit der Förderung werde sichergestellt, dass auch weniger rentable Gebiete an das Glasfasernetz angeschlossen werden und niemand digital abgehängt werde. Dies stärke Chancengerechtigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität.

Ziel bleibt flächendeckende Versorgung

Der Ausbau hat in den vergangenen Jahren deutlich an Tempo gewonnen. Zwischen 2022 und 2025 wurden nach städtischen Angaben mehr als zwölfmal so viele Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen wie in den Jahren bis einschließlich 2021. In Zusammenarbeit mit der Infratech Services GmbH hatte die Stadt zuvor in einem Branchendialog und Markterkundungsverfahren den Bedarf sowie wirtschaftlich schwierige Gebiete ermittelt.

Ziel bleibt eine flächendeckende Versorgung aller Haushalte und Unternehmen mit hochleistungsfähigem Internet – unabhängig von der wirtschaftlichen Attraktivität einzelner Standorte. Auf der Internetseite der Stadt informiert eine interaktive Karte über den aktuellen Stand und geplante Ausbaugebiete. (beg)

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Quelle: Presse und Informationsamt Stadt Frankfurt

Symboldbild von Glasfasern. Foto: Pexels