Diesjährige Population besonders groß / Belastung für den Stadtwald
FRANKFURT - Alle vier Jahre ist Maikäferflugjahr – in diesem Jahr fielen die Bestände, die im Rhein-Main-Gebiet unterwegs waren, besonders hoch aus. Die wärmeliebende Käferart profitiert nach Angaben des städtischen Grünflächenamtes vom Klimawandel: "Durch die steigenden Temperaturen haben sich ihre Lebensbedingungen verbessert." Insbesondere in den warmen Regionen der Oberrheinebene und der Rhein-Main-Ebene habe die Zahl der Maikäfer deutlich zugenommen. Während die eiweißreichen Insekten für viele Vögel und kleinere Säugetiere einem Festmahl gleichen, seien die Maikäfer für die Wälder jedoch ein großes Problem, so auch für den Frankfurter Stadtwald, berichtet das Grünflächenamt.
FRANKFURT - Alle vier Jahre ist Maikäferflugjahr – in diesem Jahr fielen die Bestände, die im Rhein-Main-Gebiet unterwegs waren, besonders hoch aus. Die wärmeliebende Käferart profitiert nach Angaben des städtischen Grünflächenamtes vom Klimawandel: "Durch die steigenden Temperaturen haben sich ihre Lebensbedingungen verbessert." Insbesondere in den warmen Regionen der Oberrheinebene und der Rhein-Main-Ebene habe die Zahl der Maikäfer deutlich zugenommen. Während die eiweißreichen Insekten für viele Vögel und kleinere Säugetiere einem Festmahl gleichen, seien die Maikäfer für die Wälder jedoch ein großes Problem, so auch für den Frankfurter Stadtwald, berichtet das Grünflächenamt.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Ein Prachtexemplar eines Maikäfers. Foto: Stadt Frankfurt / Grünflächenamt
Dabei seien die Fraßschäden an den Blättern der Bäume nicht das entscheidende Problem. Schwerer würden die Schäden wiegen, welche die Larven der Maikäfer, so genannte Engerlinge, verursachen. Denn sie ernähren sich bevorzugt von den Wurzeln junger Bäume. Bei hohen Populationsdichten könnten sie darüber hinaus auch die Wurzeln älterer Bäume schädigen und deren Vitalität weiter beeinträchtigen.
Aktuelle Erkenntnisse deuten nach Angaben der Stadt außerdem darauf hin, dass sich im Rhein-Main-Gebiet möglicherweise zwei unterschiedliche Maikäfer-Populationen überschneiden. Sollte sich diese Annahme bestätigen, könnten besonders starke Maikäferjahre künftig nicht mehr nur im üblichen Vierjahresrhythmus, sondern bereits alle zwei Jahre auftreten.
Bekämpfung bewusst nicht vorgesehen
Trotz der zunehmenden Bestände seien Maikäfer ein natürlicher Bestandteil des Waldökosystems, bekräftigt das Grünflächenamt. Denn die im Boden lebenden Engerlinge seien wiederum Nahrung für Mäuse, Igel, Maulwürfe und Vögel. Der Stadtforst verzichte von daher bewusst auf Bekämpfungsmaßnahmen und setze stattdessen auf klimastabile Waldentwicklung sowie die fortlaufende Beobachtung der Bestandsentwicklung, erklärt das Grünflächenamt.
Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA), die Forschung und Beratung rund um den Wald in vier Bundesländern anbiete, nehme alle vier Jahre Bodenproben und werte diese aus, zuletzt im Jahr 2025. Anhand der Proben werde eine Einschätzung vorgenommen, wie groß die Populationszahl an Maikäfern im Folgejahr ausfallen werde.
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Quellen: Presse- und Informationsamt Frankfurt; Städtisches Grünflächenamt
