Frankfurt vergibt Generalplanung an internationales Architekturbüro Populous
FRANKFURT - Die Planungen für die neue Multifunktionsarena am Deutsche Bank Park nehmen weiter Fahrt auf. Die Sportpark Stadion Frankfurt Gesellschaft für Projektentwicklungen (SSF) hat nach einem europaweiten Vergabeverfahren das international renommierte Architekturbüro Populous mit der Generalplanung des Projekts beauftragt. Gemeinsam mit den Partnern Büro Happold und Drees & Sommer setzte sich das Unternehmen gegen namhafte Konkurrenz durch. Mit der Vergabe beginnt die nächste Phase eines der bedeutendsten Sport- und Veranstaltungsprojekte in Frankfurt.
Ansicht oben (zur vollen Größe anklicken): Leuchtturm-Projekt der Sportstadt Frankfurt - die geplante Multifunktionsarena in Nachbarschaft zum Waldstadion. Simulation: HHVision / AS+Partner
Die geplante Arena soll auf dem heutigen Parkplatz P9 am Deutsche Bank Park entstehen und künftig Platz für Sportveranstaltungen, Konzerte, Shows und weitere Großevents bieten. Sie soll eine Lücke im Veranstaltungsangebot der Mainmetropole schließen und Frankfurt im Wettbewerb mit anderen deutschen Metropolen stärken. Nach bisherigen Planungen wird mit einer Kapazität von rund 15.000 bis 16.000 Besuchern gerechnet. Als künftige Heimspielstätte gelten unter anderem die Basketballer der Frankfurt Skyliners sowie die Eishockey-Profis der Löwen Frankfurt.
Partner mit Erfahrung
Oberbürgermeister Mike Josef sieht in der Vergabe einen wichtigen Schritt für das Vorhaben. Frankfurt sei eine internationale Sport- und Veranstaltungsstadt, die Multifunktionsarena solle diesen Anspruch langfristig untermauern. Mit Populous habe die Stadt einen Partner gewonnen, der weltweit über umfangreiche Erfahrung beim Bau moderner Arenen verfüge.
Das europaweite Ausschreibungsverfahren war im Februar gestartet und stieß auf großes Interesse. Nach Angaben der SSF meldeten sich insgesamt 180 Unternehmen. Fünf qualifizierte Bewerber wurden schließlich zur Angebotsabgabe aufgefordert. Den Zuschlag erhielt das Planungsteam um Populous.
Zum Auftrag gehören unter anderem die Objektplanung, die Tragwerksplanung sowie die Technische Gebäudeausrüstung. Außerdem soll die bereits 2024 erarbeitete Machbarkeitsstudie weiterentwickelt und planungs- sowie baurechtliche Grundlagen geschaffen werden. Noch nicht Bestandteil des Auftrags ist die endgültige architektonische Gestaltung der Arena. Über das spätere Erscheinungsbild und die Fassadengestaltung soll in weiteren Planungsschritten entschieden werden.
Veranstaltungsstätte auf höchstem Niveau
SSF-Geschäftsführer Moritz Schneider betont, Ziel sei eine Arena, die im späteren Betrieb funktional, wirtschaftlich und qualitativ überzeuge. Die internationale Erfahrung des Planungsbüros werde dabei eine wichtige Rolle spielen. Auch Populous kündigte an, seine Expertise aus weltweit realisierten Arenaprojekten einzubringen und eine nachhaltige Veranstaltungsstätte auf höchstem Niveau zu entwickeln.
In den kommenden Monaten sollen nun gemeinsam mit den beteiligten Fachplanern die technischen und konzeptionellen Grundlagen ausgearbeitet werden. Diese bilden die Basis für die funktionale Leistungsbeschreibung, die nach derzeitiger Planung ab Herbst 2027 Grundlage für die Vergabe eines Totalunternehmers sein soll. Erst danach können die eigentlichen Bauleistungen ausgeschrieben werden. Einen konkreten Baubeginn oder Eröffnungstermin hat die Stadt bislang noch nicht genannt. Mit der Vergabe der Generalplanung ist das Projekt jedoch einen entscheidenden Schritt näher an die Realisierung gerückt.
MAXLOK-Fakten
- Die SSF hat das international tätige Architekturbüro Populous gemeinsam mit Büro Happold und Drees & Sommer mit der Generalplanung der Multifunktionsarena beauftragt.
- Dem Zuschlag ging ein europaweites Vergabeverfahren mit 180 interessierten Unternehmen voraus.
- Geplant ist eine Multifunktionsarena auf dem Parkplatz P9 am Deutsche Bank Park für Sport, Konzerte und Großveranstaltungen mit rund 15.000 bis 16.000 Plätzen.
- Ab Herbst 2027 soll auf Basis der nun erarbeiteten Planung die Vergabe an einen Totalunternehmer für Planung und Bau erfolgen.
